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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

20. September 2017 | 09:39 Uhr

Gadebusch : Probelauf für Partybus im Gespräch

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Betreiber der Diskothek „K2“ würden bei ihren Veranstaltungen die Werbetrommel für das gewünschte Fahrangebot rühren

von
erstellt am 29.Jun.2017 | 22:34 Uhr

Sollte ein Partybus tatsächlich Fahrt in Nordwestmecklenburg aufnehmen? Die Idee einer jungen Roggendorferin kommt jedenfalls an bei Veranstaltern und bei Leuten, die sich für Jugendliche engagieren. So spricht Tanja Bartel von der Discothek „K2“ in Grevesmühlen von einer sehr guten Idee. Es sei definitiv so, dass junge Leute abends nach einem Discobesuch Probleme haben, sicher nach Hause zu kommen. Denn Busse seien zu diesem Zeitpunkt am Wochenende de facto nicht mehr unterwegs.

Das „K2“ könnte bei seinen Veranstaltungen mit DJ-Durchsagen und Monitoreinspielungen im Eingangsbereich auf einen möglichen Partybus hinweisen. „Auch über Facebook könnten wir so etwas publik machen. Wir haben dort ein paar tausend Fans und Anhänger, die uns folgen“, so Bartel.

Noch ist ein Partybus für Nordwestmecklenburg nur eine Idee der 18-jährigen Roggendorferin Chantal Bandlow, die sich damit an die SVZ wandte. Doch ein Probebetrieb wäre aus Sicht der Vorsitzenden des Kreis-Jugendhilfeausschusses Judith Keller durchaus eine Option. „Die Idee ist super, ein Partybus muss sich letztlich aber auch rechnen. Deshalb sollte man einen Probelauf, zum Beispiel von Oktober bis Weihnachten, starten und danach ein Fazit ziehen, ob sich der Partybus für Nordwestmecklenburg rentiert oder nicht“, sagt Judith Keller. „Wenn wir als Jugendhilfeausschuss das unterstützen können, werden wir das auch versuchen. Veranstalter sollten sich aber auch am Sponsoring beteiligen“, so die Ausschussvorsitzende.

Mit ihrer Idee will die Roggendorferin Chantal Bandlow erreichen, dass junge Leute nach Konzerten oder Diskos wieder sicher spät abends nach Hause in ihre Dörfer und Städte kommen. Sollte ein Partybus zum Einsatz kommen, könnten Discobesucher einem geschulten Fahrerpersonal vertrauen. „Eltern wüssten dann, dass ihre Kinder sicher zurück in ihre Heimatorte gebracht werden und dass sie morgens um 3 Uhr eben nicht noch zu Fuß gehen müssen und sich Gefahren aussetzen“, so Chantal Bandlow.

Die Tür zum Chef der kreiseigenen Nahbus GmbH, Jörg Lettau, steht der 18-Jährigen übrigens offen. Was er als Erstes benötige, seien Daten, um mögliche Kosten ermitteln zu können. So müsste dargelegt werden, um welches Zeitfenster und um welche Veranstaltungen es sich handle, wie oft diese stattfinden und wie viele Leute die Fahrt mit einem Partybus nutzen würden. Auch sollte geschaut werden, ob solch ein Partybus auch noch andere Veranstaltungsorte mit bedienen könne und ob Veranstalter als mögliche Partner in Frage kommen.

Eine Alternative zum angedachten Partybus ist übrigens das Fifty-Fifty-Taxiticket, das in allen AOK-Geschäftsstellen erhältlich ist (SVZ berichtete).

 

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