Thandorf : Premiere im alten Schweinestall

Dieser ehemalige Schweinestall wird zum „kunst.STALL.thandorf“. Darauf freuen sich: Amtsvorsteher Heinz Dohrendorff, Susanne Raben-Johns, Olivia Althaus-Apmann (2.vl.). Im hinteren Bereich zu sehen sind: Thomas Schläfke, Wilhelm Schaeper und Henry Michaelis (v.l.n.r.).  Fotos: Michael Schmidt
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Dieser ehemalige Schweinestall wird zum „kunst.STALL.thandorf“. Darauf freuen sich: Amtsvorsteher Heinz Dohrendorff, Susanne Raben-Johns, Olivia Althaus-Apmann (2.vl.). Im hinteren Bereich zu sehen sind: Thomas Schläfke, Wilhelm Schaeper und Henry Michaelis (v.l.n.r.). Fotos: Michael Schmidt

In dem Tahndorfer Gebäude wird erstmals die länderübergreifende Aktion „Dörfer zeigen Kunst“ am 1. August eröffnet

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24. Juli 2014, 00:01 Uhr

Alles andere als eine Sauerei ist das, was mit einem ehemaligen Schweinestall im einstigen Grenzgebiet geschieht. Das seit der Wende nicht mehr genutzte Gebäude wird in einen „Kunststall“ verwandelt und in Kürze der Ort sein, an dem die 11. Auflage von Dörfer zeigen Kunst eröffnet wird.

Thandorf als Ort für die zentrale Eröffnungsveranstaltung am 1. August ist nicht zufällig ausgewählt worden. Ganz bewusst entschieden sich die Macher der länderübergreifenden Aktion vor dem Hintergrund der 25-jährigen Wiedervereinigung für das Dorf an der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Zu sehen bekommen die Besucher u. a. vor dem ehemaligen Schweinestall eine Pilotarbeit des Gastausstellers Sawas Tsingelidis. Er kreiert aus Aluminium eine Baumskulptur. „Also ein Symbol für das Leben“, sagt die Thandorfer Künstlerin Olivia Althaus-Apmann. Diese Skulptur soll zudem der Auftakt dafür sein, dass sich Thandorf auch optisch zu einer Kunst- und Ausstellungsgemeinde entwickeln möchte. Weitere Skulpturen könnten folgen. Hinzu kommen Leitsteine, die den Weg vom „Kunststall“ hin zum Dorfgemeinschaftshaus aufzeigen. Denn auch dort werden Kunstwerke zu sehen sein.

In diesem Jahr sind 21 Gemeinden mit mehr als 100 Ausstellern bei der Aktion Dörfer zeigen Kunst dabei. „Vor elf Jahren sind wir mit gerade mal vier Ausstellungsorten gestartet. Dabei waren die Schlagsdorf, Breesen, Bäk und Ziethen mit rund 15 Künstlern“, sagt Susanne Raben Johns vom Organisationsteam. In den Jahren danach hätten immer mehr Gemeinden gemerkt, dass diese Kunstaktion Menschen in die Dörfer und zu Kunstschaffenden lockt. „Das Besondere ist, dass es nicht um einzelne Ateliers geht, sondern es müssen sich immer in den Orten mehrere Menschen zusammenfinden, um gemeinsam eine Ausstellung zu gestalten“, so Susanne Raben-Johns weiter.

In bewährter Weise werden Ausstellungsorte zeitgleich vom 2. bis 24. August geöffnet sein, und zwar jeweils sonnabends und sonntags von 13 bis 18 Uhr. Lediglich in Mustin beginnt eine Ausstellung erst am 9. August und in Bäk endete sie aufgrund von Umbauarbeiten bereits am 17. August.

Dörfer zeigen Kunst bietet auch die Chance, Ausstellungsorte miteinander zu verknüpfen und gemeinsam Entdeckungstouren zu starten. So bieten Brigitte und Walter Geisler am Sonnabend, 2. August, eine 30 Kilometer lange Radtour zu den Ausstellungsorten Roggendorf, Demern, Dechow, Groß Thurow und Kneese an. Der ehemalige Archivar Christian Lopau lädt am selben Tag zu einer Kunstwanderung durch die Gemeinde Groß Grönau. Gefördert wird die landesweite Kunstaktion durch die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg, die Schleswig-Holstein Netz AG, die Interessengemeinschaft Tourismus und den Nordwest-Kreis.

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