Weihnachtsbaum : Prachtstück mit Rehnaer Wurzeln

In der Stadt Rehna musste die Tanne vor Jahrzehnten weg, in einem Gadebuscher Vorgarten reifte sie zu einem stattlichen Weihnachtsbaum heran.  Fotos: Michael Schmidt
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In der Stadt Rehna musste die Tanne vor Jahrzehnten weg, in einem Gadebuscher Vorgarten reifte sie zu einem stattlichen Weihnachtsbaum heran. Fotos: Michael Schmidt

In der Klosterstadt musste die Edeltanne vor Jahrzehnten weg und wuchs dann im Gadebuscher Vorgarten zum Weihnachtsbaum heran

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25. November 2014, 00:58 Uhr

Sie ist nicht so schwer wie Merkels Weihnachtsbaum aber mindestens genauso schön und weist auf jeden Fall eine besser Ökobilanz auf: die Edeltanne, die gestern in einem Gadebuscher Vorgarten gefällt wurde. Sie wurde mit einem Tieflader nur 1800 Meter bis zum Marktplatz der Münzstadt gefahren, statt mehr als 100 Kilometer wie Merkels Weihnachtsbaum von Brostorf zum Berliner Kanzleramt.

„Etwa 1982 habe ich den Baum hier in Gadebusch gepflanzt. Da war er etwa einen Meter hoch“, sagt Uwe Stern über den Gadebuscher Weihnachtsbaum. Genau genommen ist die Tanne aber ein Exportgut aus Rehna. Denn dort musste die junge Tanne damals weg. Also wurde sie ausgebuddelt und erhielt eine zweite Chance im Gadebuscher Vorgarten. Hier gedeihte sie an der Rehnaer Straße dann zu einem Schmuckstück – und Schwergewicht. Die Maße: etwa 14 Meter hoch und 1,1 Tonnen schwer. Der Weihnachtsbaum vorm Kanzleramt bringt es auf 15 Meter und 1,5 Tonnen. Was sie eint: Sie wurden jeweils mit einem Schwerlastkran auf einen Tieflader gehievt.

In Gadebusch nahm Jürgen Schmidt den Baum an den Haken und manövrierte ihn über ein Buswartehäuschen hinweg auf den Tieflader der Abrahams Reinigungs Dienst OHG. Danach zurrte Peter Hausmann den Baum auf dem Tieflader fest und fuhr den Weihnachtsbaum zum Marktplatz.

„In der Wollbrügger Straße, nahe des Amtes ist es immer am schwierigsten, weil es dort sehr eng ist“, sagt Lkw-Fahrer Peter Hausmann. „Bislang ist dort aber noch kein Schaden entstanden“, so Hausmann, der schon ganz andere Sachen sicher ans Ziel brachte. „Das Kurioseste war bislang ein Panzer russischer Bauart. Den transportierte ich vor etlichen Jahren von Stern Buchholz nach Gägelow. Irgendeine Interessengemeinschaft wollte den Schrott-Panzer damals restaurieren“, erinnert sich Peter Hausmann. Im Glanz der Lichter soll der Gadebuscher Weihnachtsbaum spätestens an diesem Sonnabend auf dem Marktplatz zu sehen sein. Dann steht der Weihnachtsmarkt in der Münzstadt an. Eröffnet wird er um 11 Uhr.

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