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1000 Pakete erreichen täglich die Stadt Gadebusch : Postfrauen im Weihnachtsstress

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In Zeiten des Internethandels genießt besonders einer die Unterstützung durch die fleißigen Helfer bei der Post. "Wir sind offizieller Partner des Weihnachtsmannes", sagt Kerstin Hubert von der Gadebuscher Zustellbasis.

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erstellt am 14.Dez.2012 | 07:11 Uhr

Gadebusch | Glöckchen läuten am Wintermorgen, Pferdehufe schlagen in den gefrorenen Schnee - Geschichten über die Ankunft der Weihnachtsmann-Kutsche mit Bergen von Geschenk-Päckchen gibt es zahlreiche. In unseren Tagen und in Zeiten des Internethandels genießt der Weißbärtige an Weihnachten allerdings die Unterstützung durch die fleißigen Damen und Herren bei der Deutschen Post. "Wir sind offizieller Partner des Weihnachtsmannes", sagt Kerstin Hubert von der Zustellbasis in Gadebusch. Mit weiteren elf Kollegen geht sie täglich mit dem gelben Postwagen auf den Straßen in und um Gadebusch auf Tour, um Briefe und Pakete möglichst persönlich an die Empfänger zu übergeben.

In der Vorweihnachtszeit keine leichte, eher eine Mammutaufgabe. Allein in Gadebusch werden jeden Tag 1000 Pakete vom 17-Tonner aus dem Frachtzentrum Neustrelitz auf die kleine Betriebsflotte umgeladen.

Zirka 60 Pakete, darunter einige Schwergewichtige, hat Ute Nehls gerade in ihrem Caddy verstaut. An besonderen Tagen werden es auch bis zu 90 Sendungen, verrät die Zustellerin. Reicht die Ladefläche nicht aus, geht es ein weiteres Mal auf den Betriebshof, wird erneut beladen. Mehr als 50 Kilometer misst ihre Tour von Gadebusch über die Industriestraße auf die Dörfer südlich von Gadebusch. Damit das Ausfahren ohne Zeitverlust funktioniert, hat jede Zustellerin ihren ganz persönlichen Packplan für Pakete und Briefe im Fahrzeug.

Bei Temperaturen von minus acht Grad Celsius sortieren sich die Pakete an den Fahrzeugen nicht immer ganz so einfach. Aufmunternde Worte sind willkommen und die hat Frank Patzelt, Stellenleitung Zustellstützpunkt, "als Motivationskünstler" für sein Frauenteam in Gadebusch gerne parat. "In den vergangenen zwei Jahren ist die Zahl der Paketsen dungen stark gestiegen und folglich wurde der Arbeitsaufwand höher", sagt Patzelt. Besonders stark sei dies auf der Stadttour in Gadebusch zu spüren. Somit zählt Zustellerin Edeltraut Pastow dort an manchen Tagen bis zu 135 Pakete für Privat- und Firmenkunden. In den kommenden Tagen rechnet die Post mit weiteren Zuwachsraten. "Das ist gut, aber wir müssen uns auf die Situation ent sprechend einstellen", sagt Deutsche Post DHL Pressesprecher Martin Grundler. Er rechnet im Weihnachtsgeschäft mit durchschnittlich 5,5 Millionen Paketen am Tag und in Spitzenzeiten mit bis zu sieben Millionen Paketen, die die Paketzentren bundesweit durchlaufen. Ein Markt mit Wachstumschancen, der auf eine gestiegene Nachfrage bei Internetversandhändlern zurückzuführen ist. Für die Post, so Grundler, gelte dennoch die Formel Einlieferung plus einen Tag, dann sollte die Sendung beim Empfänger sein. Damit eine derartige Logistik funktioniert, seien in der Weihnachtszeit 62 Sonderzüge mit Containerwaggons von Nord nach Süd und Ost nach West unterwegs, damit auch jene Sen dungen, die 550 Kilometer entfernt von Gadebusch aufgegeben wurden, schnellstmöglich ihren Empfänger in der Stadt an der Radegast erreichen. Immer vorausgesetzt, dass keine Züge oder Lastkraftwagen in Schneewehen oder auf vereisten Fahrbahnen zum Stillstand kommen.

An Stillstand denkt in der Gadebuscher Zustellbasis niemand. "Wir werden sogar am Sonntag, 23. Dezember, die Pakete austragen", sagt Patzelt. Ziel sei es, alle Sendungen, die am 22. Dezember aufgegeben werden, unter dem Weihnachtsbaum zu platzieren. Für das Frauenteam kein Problem, sie sind mit Freude als "Partner des Weihnachtsmannes" unterwegs.

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