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Gadebusch : Polizeiorchester für einen guten Zweck

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Die Musiker geben ein Benefizkonzert für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

von
erstellt am 07.Okt.2014 | 23:19 Uhr

Mit einem Benefizkonzert in Gadebusch will das Landespolizeiorchester MV die Arbeit der Kriegsgräberfürsorge unterstützen. Das Konzert findet am Sonnabend, den 11. Oktober, von 16 Uhr an im Saal des „Kreml“ statt.

„Der Reinerlös des Konzertes ist der weiteren Suche, Bergung, Identifizierung und Einbettung unser Gefallenen in Osteuropa gewidmet“, kündigte gestern Dr. Hans-Heinrich Uhlmann an. Er ist der Vorsitzende des Regionalverbandes Nordwestmecklenburg des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und er verweist auf das Geschehen vor 100 Jahren.

Damals begann der Erste Weltkrieg, in dessen Verlauf Millionen Soldaten einen grausamen Tod fanden. Weitere 20 Millionen wurden verwundet und blieben fürs Leben an Körper oder Seele gezeichnet. Ganze Landstriche wurden verwüstet – von Granaten zerklüftet, durch Giftgas verseucht.

Auch Menschen aus der Region Gadebusch waren damals in den Krieg gezogen, viele von ihnen kehrten nicht zurück. „Wir können uns nicht vorstellen, wie sehr die Soldaten in den Schützengräben gelitten haben. Es ging für sie um das nackte Überleben“, sagt Hans-Heinrich Uhlmann. Es sei wichtig, die Erinnerung wach zu halten. Ansonsten müsse man befürchten, dass Menschen nichts aus solchen Katastrophen lernten.

Mit einem Besuch des Benefizkonzertes können Nordwestmecklenburger die Arbeit der Kriegsgräberfürsorge unterstützen. „Schon mit rund zehn Euro können wir ein Kriegsgrab zum Beispiel in Lettland ein Jahr lang pflegen“, so Uhlmann.

Der Volksbund in Mecklenburg und Vorpommern gehört zu den ältesten innerhalb der Kriegsgräberfürsorge e.V. in Deutschland. Bereits 1920 wurden in Mecklenburg die ersten Ortsverbände gegründet und 1926 der Landesverband Mecklenburg-Schwerin.

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