zur Navigation springen

Ärger in Schönfeld : Polizeieinsatz nach Geburtstagsfeier

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Ein 18-Jähriger drohte, mit einem Molotow-Cocktail ein Haus in Brand zu setzen

von
erstellt am 26.Mär.2017 | 20:15 Uhr

Rund zwei Monate nach einer schweren Brandstiftung hat es in Schönfeld bei Mühlen Eichsen den nächsten brenzligen Polizeieinsatz gegeben. Anlass dafür war die Drohung eines 18-Jährigen, das Haus eines 39-jährigen Mannes mit einem Molotow-Cocktail in Brand setzen zu wollen.

Die Polizei nahm den jungen Mann zur Gefahrenabwehr in Gewahrsam. Da der 18-Jährige nicht nüchtern war, musste er pusten: Der Test ergab einen Atemalkoholwert von mehr als einem Promille. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten, wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz und gegen das Jugendschutzgesetz ermittelt.

So viel ist bislang bekannt: In Schönfeld stieg am Sonnabend eine Geburtstagsfeier. Der 18-Jährige soll für Kinder und Jugendliche Alkohol organisiert haben. Dieser floss offenbar in Strömen. Denn mindestens ein Jugendlicher erschien betrunken zu Hause und berichtete seinem 39-jährigen Vater, von wem der Alkohol stamme.

Der Ärger war groß und veranlasste den Vater dazu, seinen Unmut dem 18-Jährigen gegenüber kundzutun. „Der wiederum fasste die Rüge des besorgten 39-Jährigen offensichtlich mit wenig Begeisterung auf. Er reagierte in der Form, dass er im Beisein der übrigen Feiernden ankündigte, er werde das Haus des Mannes mit einem Molotow-Cocktail in Brand setzen“, so Hannes Lerke vom Polizeipräsidium Rostock.

Die Beamten stellten einen möglichen Brandsatz sicher, den einer der Jugendlichen dem 18-Jährigen zuvor weggenommen hatte. Nach SVZ-Informationen handelte es sich um eine mit einer Flüssigkeit gefüllten Flasche, aus der ein Lappen hing. In dieser Woche soll der mögliche Brandsatz von Experten untersucht werden.

In der Garage des 18-Jährigen fanden Polizeibeamten zudem Gegenstände, die darauf hindeuten, dass der Brandsatz tatsächlich von dem jungen Mann stammen könnte.

Vor fast genau zwei Monaten hatte es in Schönfeld einen Fall von schwerer Brandstiftung gegeben. Ein 33-jähriger Mann soll damals nach Aussage eines Zeugen etwas in ein Carport geworfen haben. Zwei Autos und das Wohnhaus einer Familie wurden daraufhin ein Raub der Flammen. Der Schaden wird auf mindestens 200 000 Euro geschätzt. Die Polizei nahm den 33-Jährigen nur kurze Zeit später fest.

Zwar sitzt der Mann seitdem in Untersuchungshaft, doch zur Ruhe kommen Einwohner des Ortes nicht. So sollen von Bekannten des Tatverdächtigen Sätze wie „passt auf, Ihr seid die Nächsten“ geäußert worden sein. Deshalb hatte der Bürgermeister der Gemeinde Mühlen Eichsen, Jürgen Ahrens, vor wenigen Wochen zu einem Treffen der Dorfbewohner eingeladen, um Geschlossenheit zu demonstrieren.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen