Mit 1,86 Promille durch Goddin : Polizei stoppt Trunkenbold

Einen Tag nach dem Vatertag zog die Polizei allerorten Bilanz. In Nordwestmecklenburg hatte die Polizei verhältnismäßig wenig Vorkommnisse zu vermelden.
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Einen Tag nach dem Vatertag zog die Polizei allerorten Bilanz. In Nordwestmecklenburg hatte die Polizei verhältnismäßig wenig Vorkommnisse zu vermelden.

Strafverfahren gegen Auto- und Motorradfahrer

svz.de von
26. Mai 2017, 21:00 Uhr

Was für ein Vatertag – Sonne satt, das eine oder andere Bier und vor allem jede Menge gute Laune. Diese indes dürfte einigen Feier-Vätern schnell wieder vergangen sein. Denn Trunkenheit am Steuer wird immer bestraft.

Wie jedes Jahr haben viele Menschen „ihren Tag“ auch im Landkreis Nordwestmecklenburg genossen und gefeiert (SVZ berichtete). Und naturgemäß waren zahlreiche Polizeibeamte unterwegs, um den Bürgern ein fröhliches und friedliches Feiern zu ermöglichen, aber vor allem auch für die Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen. Im Rahmen von Verkehrskontrollen an verschiedenen Örtlichkeiten wurden dabei mehrere schwere Verkehrsverstöße festgestellt. So wurden mehrere Autofahrer unter dem Einfluss von Alkohol und ein Autofahrer unter Drogeneinfluss festgestellt. Der höchst gemessene Atemalkoholwert belief sich dabei auf 1,86 Promille. Diesen traurigen Rekord darf ein Autofahrer für sich verbuchen, der bei Goddin von der Polizei geschnappt wurde.

Darüber hinaus wurden in Wismar drei Motorradfahrer aus dem Rockermilieu kontrolliert, da sie Jacken verbotener Rockerclubs trugen. Die Kleidungsstücke wurden beschlagnahmt und Strafverfahren eingeleitet.

Weitere polizeiliche Einsätze waren im Zusammenhang mit Schlägereien notwendig geworden. So kam es im Wismarer Bürgerpark zu einer Körperverletzung zwischen zwei Männern, in dessen Verlauf eine dritte schlichtende Person einen weiteren Schlag abbekam.

Mit starker Präsenz konnte am Donnerstagnachmittag auf Grund von Zeugenaussagen und mit vereinten Kräften des Polizeihauptreviers Wismar und der Bundespolizei Wismar ein Mann im Bereich des Bahnhofes der Kreisstadt gestellt werden, der exhibitionistische Handlungen in der Nähe des Spielplatzes vorgenommen haben soll. Eine 30 Jahre alte Zeugin, die sich gerade in der Nähe aufhielt, beobachtete den Tatverdächtigen. Dieser hatte sich hinter einem Baum versteckt und sah zwei sechs- und siebenjährigen Mädchen beim Spielen zu. Dabei befriedigte er sich selbst. Die Frau konnte gegenüber der Polizei eine so genaue Beschreibung des Mannes abgeben, dass die eingesetzten Beamten ihn bereits auf der Anfahrt zum Tatort feststellten und vorläufig festnehmen konnten. Bei der Überprüfung des Mannes, einem 49-Jährigen aus Halle an der Saale, stellte sich heraus, dass er geistig behindert ist und unter Betreuung steht.

Am Ende des „Herrentages“ zeigte sich der Leiter des Polizeihauptreviers Wismar, Polizeirat Dr. Andreas Walus, mit dem Ergebnis der Einsätze zufrieden und zieht eine positive Bilanz: „Mit unseren zahlreichen Alkoholkontrollen konnten wir heute vielen Bürgern zeigen, dass wir dieses Thema ernst nehmen. Damit kommen wir unserem Ziel näher, schwere Verkehrsunfälle zu reduzieren. Ich freue mich, dass wir auf Grund der verstärkten Präsenz auch andere Erfolge erzielen konnten, wie beispielsweise. Die Festnahme des mutmaßlichen Exhibitionisten und die Beschlagnahme verbotener Rockerkleidung.“ 

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