Wismar : Polizei stoppt betrunkene Fahrer

Allein im Jahr 2018 stellte die Polizei 256 Trunkenheitsfahrten fest, jetzt kamen weitere in Nordwestmecklenburg hinzu.
Allein im Jahr 2018 stellte die Polizei 256 Trunkenheitsfahrten fest, jetzt kamen weitere in Nordwestmecklenburg hinzu.

Frau saß mit 1,4 Promille hinterm Steuer und krachte gegen Zaun. Mann stürzte mit Fahrrad und über drei Promille Alkohol im Blut

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16. Juli 2019, 05:00 Uhr

Auf den Straßen Nordwestmecklenburgs sind erneut mehrere Kraftfahrer betrunken unterwegs gewesen. So beschlagnahmten die Beamten zum Beispiel am Sonntag Mittag den Führerschein eines 69-jährigen Autofahrers in der Hansestadt Wismar. Die Beamten maßen bei ihm einen Atemalkohol Höhe von 1,91 Promille.

Jede Menge Ärger dürfte sich auch eine 35-jährige Frau eingehandelt haben. Sie steht im Verdacht, mit ihrem Wagen in Wismar in einen Zaun gekracht zu sein – dort endete eine 45 Meter lange Bremsspur. Anschließend soll die Frau ihre Fahrt fortgesetzt haben. „Die dabei hinterlassenen Spuren führte die Polizei nach zirka 500 Metern zu dem beschädigten Pkw und seiner 35-jährigen Fahrerin“, so Axel Köppen von der Polizeiinspektion Wismar. Die Frau sei augenscheinlich unverletzt gewesen. Ein Atemalkoholtest ergab allerdings einen Wert von 1,4 Promille. „Ob neben Alkohol auch Betäubungsmittel eine Rolle spielten, wird im Rahmen des eingeleiteten Ermittlungsverfahrens wegen Straßenverkehrsgefährdung, geprüft“, so Axel Koeppen weiter. Der Schaden wird auf rund 3000 Euro geschätzt.

Noch tiefer ins Glas hatte ein Radfahrer geschaut. Er war offenbar infolgedessen in der Breiten Straße in Wismar gestürzt. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus. Den 57-Jährigen erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr. Ein freiwilliger Alkoholtest hatte bei dem gestürzten Radfahrer einen Atemalkoholwert von mehr als drei Promille ergeben.

Allein im vergangenen Jahr hatte die Polizei in Nordwestmecklenburg 256 Trunkenheitsfahrten feststellen müssen. Das waren vier mehr als im Jahr zuvor. In 93 Fällen ist im vergangenen Jahr Alkohol am Steuer die Unfallursache gewesen, so die Polizei.

Angesichts dieser Zahlen kündigt die Polizei weitere Verkehrskontrollen an. „Kein Pardon bei Dränglern, Rasern, Alkohol- und Drogenfahrern. Denn hinter den nüchternen Zahlen der Verkehrsunfallstatistik verbergen sich Schicksale und Leid“, verdeutlicht Polizeidirektorin Sibylle Hofmann.

Hintergrund

Bußgeld ab 500 Euro aufwärts

Wer mit Alkohol am Steuer erwischt wird, muss tief in die Tasche greifen. Denn laut dem Bußgeldkatalog 2019 werden bei Fahrten mit einem Promillewert von 0,5 bis 1,09% mindestens 500 Euro fällig, zwei Punkte in der Flensburger Verkehrssünderdatei und ein einmonatiges Fahrverbot. Wer zum zweiten Mal mit Alkohol am Steuer erwischt wird, zahlt ein Bußgeld von 1000 Euro und muss neben zwei Punkten mit einem dreimonatigen Fahrverbot rechnen. Wer trotz einer „absoluten Fahruntüchtigkeit“ (1,1 Promille am Steuer erwischt) wird, muss unter anderem mit einer Freiheits- oder Geldstrafe rechnen.

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