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Kriminalität : Polizei stellt Drogen und Waffen sicher

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Mutmaßliche Rauschgifthändler aus Wismar verhaftet

svz.de von
erstellt am 22.Aug.2014 | 19:45 Uhr

Ein Schlag gegen die Drogenszene in Wismar ist nun den Polizisten und der Staatsanwaltschaft Schwerin gelungen: Es wurde am Donnerstag Haftbefehl gegen drei Männer im Alter von 19, 21 und 24 Jahren wegen des Verdachts des unerlaubten Besitzes und des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln erlassen, wie die Staatsanwaltschaft Schwerin gestern mitteilte. Die Untersuchungshaft für die Drei sei ebenfalls schon angeordnet worden.

Zustande kam diese Verhaftung durch einen anonymen Hinweis, der bei Polizeibeamten des Polizeihauptreviers Wismar einging. Daraufhin wurden die Wohn- bzw. Aufenthaltsräume der jungen Männer durchsucht. Dabei wurde in einem Schlafraum, der von zwei der Männer genutzt wurde, ein Hartschalenkoffer gefunden. In diesem Koffer befanden sich neben Betäubungsmittelrückständen und Dealerutensilien, eine Pistole sowie ein automatisches Gewehr mit jeweils scharfer Munition.

Im Kühlschrank der daneben liegenden Küche fanden die Beamten zudem etwa 3,4 Kilogramm Amphetamin und 70 Gramm Kokain. Dabei handelt es sich um ein Vielfaches der nicht geringen Menge. „Aufgrund der Menge der Betäubungsmittel und der Situation des Auffindens besteht der dringende Tatverdacht, dass die Beschuldigten die Betäubungsmittel zum gewinnbringenden Weiterverkauf vorrätig hielten“, berichtet die Staatsanwaltschaft Schwerin.

Der unerlaubte Handel mit Betäubungsmitteln in dieser nicht geringen Menge sieht eine Freiheitsstrafe von einem bis zu fünfzehn Jahren vor. Für den Fall, dass der Täter bei der Tat eine Schusswaffe mit sich führt, die ihrer Art nach, zur Verletzung von Personen geeignet und bestimmt sind, sieht das Gesetz mindestens fünf Jahre Freiheitsstrafe vor.

Ebenfalls einen Drogenfund gab es bei der Festnahme von vier Jugendlichen im Alter von 16 bis 17 Jahren, die gestern Nacht gegen 1 Uhr augenscheinlich Gebäude und Trafohäuschen in Klütz mit Farbe besprühten, wie ein Zeuge berichtete. Als die Grevesmühlener Beamten die Gegend durchsuchten, entdeckten sie die Jugendlichen. Einer von ihnen hatte noch frische Farbanhaftungen an den Händen.

Des Weiteren fiel den Beamten bei der Befragung auf, dass aus der Personengruppe heraus eine Tüte in Richtung Maisfeld geworfen wurde. Die eingesetzten Polizisten suchten den Bereich ab und stellten eine Tüte mit mehreren Gramm Cannabis fest.

„Für Polizei ist die Bekämpfung von Drogenhandel eine der Hauptaufgaben. Das Gefahren- und Schadenspotenzial ist in diesem Bereich einfach viel zu hoch“, so Michael Schuldt, Sprecher vom LKA, auf SVZ-Nachfrage. Aus diesem Grund gebe es auch in jedem Polizeirevier einen spezialisierten Ermittlungsbereich. Darüber hinaus wurde die „Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift Mecklenburg-Vorpommern“ etabliert, in der behördenübergreifend Rauschgiftermittler des Zollfahndungsamtes Hamburg und des LKA MV in einer Ermittlungsgruppe zusammenarbeiten.

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