Grevesmühlen : Polizei schnappt mutmaßliche Spritdiebe

<fettakgl>Um Geld beim</fettakgl> Tanken zu sparen, versuchen Spritdiebe Kraftstoff aus Baufahrzeugen oder Autos abzupumpen.  <foto>shz</foto>
Um Geld beim Tanken zu sparen, versuchen Spritdiebe Kraftstoff aus Baufahrzeugen oder Autos abzupumpen. shz

Insgesamt vier tatverdächtige Kraftstoffdiebe konnte die Grevesmühlener Polizei in der Nacht zu Mittwoch Bereich des Klärwerkes fassen. Die Verdächtigen hatten im Auto Kanister und Utensilien zum Absaugen von Kraftstoff.

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20. Juni 2012, 07:43 Uhr

Grevesmühlen | Insgesamt vier tatverdächtige Kraftstoffdiebe konnte die Grevesmühlener Polizei in der Nacht zu Mittwoch fassen. Durch Hinweise erlangte die Polizei gegen 00.45 Uhr Kenntnis über verdächtige Fahrzeugbewegungen im Bereich des Klärwerkes im Vielbecker Weg in Grevesmühlen. Bei einer Fahrzeugkontrolle entdeckten die Beamten im Kofferraum vier leere Kanister a 30 Liter und einen leeren 20-Liter-Kanister. Unter dem Fahrersitz befanden sich zwei Paar Arbeitshandschuhe, welche nach Kraftstoff rochen. Weitere Utensilien zum Absaugen von Kraftstoff konnten auf dem Rücksitz des Fahrzeuges festgestellt werden. Die Gegenstände sowie den Anhänger beschlagnahmten die Beamten.

Im Zuge weiterer Ermittlungen stellten die Polizisten fest, dass bei einem in unmittelbarer Nähe befindlichen Bagger der Tankdeckel geöffnet war. Es konnte hier Dieselkraftstoff gerochen und optisch wahrgenommen werden. In einer Buschreihe neben dem Bagger befanden sich 15 weitere Kanister von denen bereits zwei gefüllt waren. Die im Umfeld des Baggers festgestellten Schuhabdruckspuren passten augenscheinlich zu zwei der vier festgestellten Personen. Zur Tatortarbeit forderten die Polizisten einen Kriminaltechniker an.

Bei den vier tatverdächtigen Personen handelt es sich um zwei Frauen im Alter von 22 und 24 Jahren und zwei Männer, die 23 und 28 Jahre alt sind. Sie stehen auch im Verdacht für den Diebstahl eines Autoanhängers verantwortlich zu sein. Der Anhänger wurde seit Oktober vergangenen Jahres polizeilich gesucht.

Im vergangenen Monat hatte es in Westmecklenburg mehrere Spritdiebstähle gegeben. Dabei wendeten die Täter eine besonders hinterhältige und teure Methoden an: Sie bohren die Tanks von abgestellten Autos an und erbeuten so Benzin oder Diesel. Dabei war der Schaden durch die Beschädigung - die Tanks wurden meist von unten angebohrt - ungleich höher, als der Treibstoffverlust. Je nach Autotyp wird mit Reparaturkosten von etwa 200 bis 1000 Euro gerechnet.

Eine große Menge Dieselkraftstoff war in diesem Jahr bereits von einer Baustelle zwischen Stove und Cronskamp gestohlen worden. Die unbekannten Täter hatten aus einer mobilen Tankanlage und einem Bagger mehr als 1000 Liter Dieselkraftstoff abgezapft und entwendet.

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