Gadebusch : Polizei sagt Rasern den Kampf an

Wer mit 117 km/h über Landstraßen fährt, muss mit Konsequenzen rechnen.
Wer mit 117 km/h über Landstraßen fährt, muss mit Konsequenzen rechnen.

Zwischenbilanz zu Geschwindigkeits- und Beleuchtungskontrollen. Bisher rund 50 Verkehrssünder ertappt – Tendenz steigend

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15. Januar 2018, 21:00 Uhr

Ein kurzer Blitz, meist gefolgt von einem Fluch und schon wieder einen Geschwindigkeitssünder ertappt – aktuell kontrolliert die Polizei im Landkreis Geschwindigkeit und Fahrzeugbeleuchtung im Straßenverkehr.

Zu unterschiedlichen Zeiten und an verschiedensten Ort in Nordwestemecklenburg kontrollierten die Beamten Auto- und Radfahrer. „Insgesamt sind seit Neujahr 46 Verwarngeld- und vier Bußgeldverfahren im Zusammenhang mit Verstößen gegen die Beleuchtungsvorschriften eingeleitet worden“, so Nancy Schönenberg von der Polizeiinspektion Wismar. 158 Fahrzeugführer müssen zudem mit einem Verwarngeld rechnen, 28 weitere sogar mit einem Bußgeld.

Ein Beispiel: Das Polizeihauptrevier Wismar kontrollierte am 8. Januar im Bereich der A 14/B 104 die Einhaltung der erlaubten 70 Kilometer die Stunde. Von 117 Fahrzeugen waren elf zu schnell. Die höchste Geschwindigkeit lag am Vormittag bei 98 km/h. Am vergangenen Wochenende überprüften sie 69 Fahrzeuge in Dalliendorf auf der B 208. Fünf Fahrer fuhren schneller als die erlaubten 80 km/h. 108 km/h zeigte das Tacho des schnellsten Fahrers an. Innerorts von Wismar laserten die Beamten zum Beispiel im 30er-Bereich in der Rudolf-Breitscheid-Straße, Wismar Wendorf, sowie in der Bauhofstraße. Hier blieb es bei Verstößen im Verwarngeldbereich.

Auch das Fahrzeuglicht bereitete Sorgen. Insbesondere auf Schulwegen stellten die Beamten Mängel in der Beleuchtung fest. Viele Schüler waren in den vergangenen Tagen nicht nur mit ausgeschaltetem Licht, sondern zum Teil auch mit defekter oder nicht vorhandener Beleuchtung unterwegs zur Schule. „Die Polizeibeamten führten mit den Minderjährigen und Jugendlichen intensive Gespräche zur Verdeutlichung der Gefahr, der sie sich aussetzten“, erklärt Nancy Schönenberg. In Fällen defekter oder nicht vorhandener Beleuchtung wurden darüber hinaus auch entsprechende Hinweiszettel an die Eltern oder Erziehungsberechtigten geschickt, um auch an deren Verantwortungsbewusstsein zu appellieren.

Doch auch anderswo hakt es an der Beleuchtung. Beamte des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Metelsdorf stellten vergangenen Mittwoch mit aufkommendem Nebel besonders auf der A 20 viele Autos fest, die trotz dieser Sichtbehinderung kein Abblendlicht eingeschaltet hatten. Die Fahrer verließen sich stattdessen auf das Tagfahrlicht. Das hatte zur Folge, dass die Autos von hinten unbeleuchtet waren und daher erst deutlich später von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden konnten, als mit eingeschaltetem Rücklicht. Die Straßenverkehrsordnung sieht darüber hinaus bei auftretender Sichtbehinderung zum Beispiel durch Nebel eindeutig vor, dass mit Abblendlicht zu fahren ist. Ebenso auffällig war, dass immer wieder Fahrzeugführer auf der Autobahn die Nebelschlussleuchte einschalteten, obwohl diese ausschließlich bei einer Sichtweite unter 50 Metern zu nutzen ist und die Geschwindigkeit dementsprechend nicht mehr als 50 Kilometer die Stunde betragen darf.

Noch bis Ende des Monats müssen Autofahrer mit verstärkten Kontrollen hinsichtlich der Geschwindigkeiten und Fahrzeugbeleuchtung rechnen.

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