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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

24. September 2017 | 10:44 Uhr

Dragun : Polizei findet Waffen und Munition

vom

Ein scheinbar routinemäßiger Polizeieinsatz hat zu einem spektakulären Waffenfund in der Gemeinde Dragun geführt. Als Beamte die Wohnung eines betrunkenen Mannes betraten, trauten sie ihren Augen nicht.

svz.de von
erstellt am 15.Nov.2011 | 06:40 Uhr

Dragun | Ein scheinbar routinemäßiger Polizeieinsatz hat zu einem spektakulären Waffenfund in der Gemeinde Dragun geführt. Als Beamte die Wohnung eines betrunkenen Mannes (1,56 Promille) betraten, trauten sie ihren Augen nicht. "Hier lagen mehrere Schusswaffen mit der dazugehörigen Munition ungesichert herum", sagte gestern André Falke von der Polizeiinspektion Wismar. Die Beamten fanden eine Repetierbüchse, einen Karabiner, eine Bockdoppellaufbüchse, eine Pistole Walter P99 und einen Kleinkaliberrevolver.

Zwar konnte der 62-jährige Mann die Waffen in einer Waffenbesitzkarte nachweisen. Er muss sich jetzt aber wegen der unsachgemäßen Aufbewahrung der Waffen verantworten. Eine entsprechende Anzeige liegt gegen ihn vor.

In der Wohnung fanden die Polizisten darüber hinaus eine Kurzwaffe (Vorderlader/Revolver), die nicht in die Waffenbesitzkarte eingetragen ist. Das war aber noch nicht alles. So entdeckten die Beamten auch noch verbotene Gegenstände. Dabei handelte es sich um ein Messer mit Schlagringgriff und ein Bajonett.

Vor dem Waffenfund war die Polizei zu einem Streit in die Schulstraße gerufen worden. Eine 27-jährige Frau sei von dem 62-jährigen Mann aus der Nachbarschaft beschimpft und belästigt, jedoch nicht tätlich angegriffen worden. Vor Ort stellten die Beamten die Personalien des Mannes fest. Strafrechtliche Sachverhalte wurden zunächst nicht erkannt und Strafanträge durch die 27-Jährige nicht gestellt. Zur Durchführung einer Belehrung des 62-Jährigen gewährte der Mann den Polizisten dann freiwillig Zutritt zur eigenen Wohnung, in der die Waffen lagen.

Nach SVZ-Informationen ist der 62-Jährige bislang nicht polizeilich in Erscheinung treten. Er wird als unauffällig beschrieben und ist auch Behörden bislang nicht negativ aufgefallen.

Den letzten Waffenfund innerhalb des Amtsbereiches Gadebusch hatte es vor sechs bis sieben Jahren gegeben. Damals hatte ein Mann Waffen von der Bundeswehr unterschlagen und in der Gemeinde Krembz gebunkert.

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