Geschwindigkeitskontrollen : Polizei blitzt 102 Raser auf der A20

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Bei einer Kontrolle bei Wismar hagelte es 81 Verwarngelder, 18 Bußgelder und sogar drei Fahrverbote

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07. Januar 2016, 21:00 Uhr

Eine Tour auf der A20   wird für zahlreiche Kraftfahrer ein finanzielles Nachspiel haben. Grund dafür ist eine Geschwindigkeitsmessung zwischen dem Kreuz Wismar und Wismar Mitte. Bei der Kontrollaktion wurden mehr als 102 Raser  geblitzt, teilte die Polizei gestern mit.

„Nach Auswertung der Ergebnisse zählten die Beamten 81 Verwarngelder, 18 Bußgelder und drei  Fahrverbote. Ein Kfz wurde mit 200 km/h bei einer erlaubten Geschwindigkeit von 130 km/h gemessen“, sagte gestern Nancy Schönenberg  von der Polizeiinspektion Wismar. Dem Raser drohen nun zwei Monate Fahrverbot.

 Die Mitarbeiter der Polizei Metelsdorf hatten die Messtechnik in Fahrtrichtung Lübeck aufgebaut. In knapp sechseinhalb Stunden durchfuhren rund 2400 Fahrzeuge die Messstelle. Zu dem Zeitpunkt herrschten Minustemperaturen.

Die Polizei kündigte für 2016 weitere Kontrollen auf den Straßen in Nordwestmecklenburg an.  Ein  Ziel sei die  Verringerung von Unfällen mit Verletzten. Denn nach wie vor  zählt   zu hohe bzw. unangepasste Geschwindigkeit mit zu den häufigsten Unfallursachen. „Der erhöhte Kontrolldruck soll trotz steigenden Verkehrsaufkommens das Risiko für Leib und Leben minimieren“, so Nancy Schönenberg.

Dass auf den Straßen Nordwestmecklenburgs nach wie vor gerast wird, belegen Zahlen der Polizei Metelsdorf. So registrierten die Beamten bei Kontrollen im Dezember vergangenen Jahres 1535 Geschwindikeitsüberschreitungen. Im November waren es 1067 und im Oktober 1156. In diesen Zahlen sind noch nicht die Kontrollergebnisse des Landkreises Nordwestmecklenburg und auch nicht die der Polizeireviere wie Gadebusch oder Grevesmühlen enthalten.

Ein weiterer Beleg für Raserei in Nordwestmecklenburg ist die Anzahl der Fahrverbote. Diese stieg  innerhalb eines Jahres von 1085 auf 1194 (Stand 2015), teilte Kreis-Sprecherin Petra Rappen mit.

Besonders eilig  hatte  es im vergangenen Jahre ein Autofahrer auf der B 104. Er rauschte am  Abzweig Möllin in Richtung Gadebusch mit 144 statt der erlaubten 70 km/h durch eine Messstelle des Landkreises. Die Strafe dafür war ein Bußgeldbescheid, der es in sich hatte: drei Monate Fahrverbot, 600 Euro  Geldbuße   und zwei  Punkte für die Verkehrssünderdatei in Flensburg. Der Autofahrer wurde somit trauriger Rekordhalter in Sachen Raserei in Nordwestmecklenburg. 

Überführt werden können Raser übrigens nicht nur mit Lasertechnik, Radarfallen oder Starenkästen, sondern auch mit Filmmaterial. So ist auf den Straßen zwischen Salzhaff und Schlagsdorf regelmäßig  ein Videowagen der Metelsdorfer Polizei unterwegs.   Dessen Besatzung filmte u. a. einen Porsche mit 172 km/h  und einen Audi mit 174 km/h in einem Bereich, in dem nur 130 Stundenkilometer erlaubt sind. Kontrolleure des Landkreises registrierten darüber hinaus 24 Kraftfahrer, die  mit mehr als 190 km/h statt erlaubter 130 km/h auf   der A20 unterwegs waren.Michael Schmidt
 

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