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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. Oktober 2017 | 11:32 Uhr

Wismar : Polizei beklagt immer mehr Gewalt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle im Landkreis Nordwestmecklenburg hingegen ging von 2015 auf 2016 deutlich zurück

svz.de von
erstellt am 30.Apr.2017 | 05:13 Uhr

Drohen, rauben, schlagen – der rasante Anstieg der sogenannten Rohheitsdelikte treibt Peter Kowaleczko Sorgenfalten auf die Stirn. Gestern stellte die Polizeiinspektion Wismar die Kriminalstatistik für den Landkreis Nordwestmecklenburg für das Jahr 2016 vor. Die Zahl der Straftaten im Bereich von Körperverletzung, Nötigung und Bedrohung ist dabei im Vergleich zum Vorjahr von 1539 auf 1695 gestiegen. Ein Anstieg von 10,1 Prozent.

„Die bundesweit spürbare Verrohung der Gesellschaft ist auch bei uns angekommen. Wo man sich früher noch verbal auseinandergesetzt hat, spricht heute immer schneller die Faust“, sagt der Leiter des Kriminalkommissariats Wismar. Besonders deutlich wird dies in Wismar. In der Kreisstadt verzeichnet die Statistik bei Rohheitsdelikten sogar einen Anstieg von 30,5 Prozent. Eine Tendenz, die der 1. Kriminalhauptkommissar als bedenklich bezeichnet.

Auch in Teilbereichen der Straßenkriminalität ist die Lage zwischen Rehna, Wismar und Neukloster angespannt. Insbesondere immer mehr Fahrraddiebstähle und Fälle von Sachbeschädigung treiben bei aktuell 818 erfassten Fällen die Quote um 12,2 Prozent in die Höhe. Zurück ging die Kriminalität auf der Straße allerdings bei schwerer Körperverletzung (-13%) sowie Diebstahl von (-5%) sowie aus Fahrzeugen (-10,4%).

Positives gibt es vor allem aber auch aus der Rubrik Wohnungseinbruchdiebstahl zu vermelden. Nur noch 158 Straftaten im Jahr 2016 stehen 224 aus dem Vorjahr gegenüber. Das ist ein Rückgang um 29,5 Prozent. Und auch die Aufklärungsquote von 23,4 Prozent liege nach Aussage des Kripochefs über dem Bundesdurchschnitts. „Die Leute achten mehr auf ihre Nachbarn und melden uns verdächtige Bewegungen“, sagt Sibylle Hoffmann. Die Leiterin der Polizeiinspektion Wismar macht dies zeitlich an einem Aufruf des Grevesmühlener Revierleiters fest. Seit Heiko Petermann einen entsprechenden Aufruf zu mehr Miteinander an die Bürger gestartet habe, seien die Hinweise aus der Bevölkerung angestiegen und erleichtere demzufolge die Arbeit der Polizei.

Insgesamt ist die Anzahl der Straftaten im Nordwesten um 3,5 Prozent auf 10315 erfasste Fälle angestiegen. Zum Vergleich: In MV beträgt der Zuwachs 4,9 und im Bundesdurchschnitt nur 0,7 Prozent.  

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