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Benefizkonzert in Carlow : Politik – mit Rockmusik

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mehrere hundert Besucher setzen sich für Menschenrechte ohne Grenzen ein

Mehrere hundert Besucher von „Carlow rockt die Kirche“ haben sich am Sonnabend erneut für die Aktion „Borderline“ - Menschenrechte ohne Grenzen eingesetzt und sowohl getanzt und rockige Musik gehört, als auch mehrere tausend Euro Geld gespendet.

„Ich kann gar nicht beschreiben, wie toll ich es finde, dass sich so ein kleines Dorf gerade für unsere Aktion seit Jahren so fantastisch einsetzt“, freut sich Stefan Schmidt, Gründungsmitglied des Vereins „Borderline“ und ehemaliger Kapitän des Schiffes Cap Anamur, die einst im Mittelmeer durch Flüchtlingsaufnahmen Schlagzeilen machte. „Wir sind elf Mitglieder, die an diversen Brennpunkten zu Hause sind und live und schnell öffentlich machen wollen, was in Sizilien oder Lampedusa geschieht, wie man mit Flüchtlingen umgeht“, so der 74-Jährige. Dass die Carlower dieses Projekt intensiv unterstützen, bewiesen sie am Sonnabend durch ihr Durchhaltevermögen. Denn trotz strömenden Regens kamen mehr als 500 Besucher. „Es sind immer gut 300 Leute hier auf dem Platz. Einige kommen, einige gehen, die Jugend kommt erst gegen Ende“, erklärt Petra Haase, Schatzmeisterin und Sprecherin des Carlower Kulturvereins. „Es ist die siebente Veranstaltung, bei den letzten sechs war auch so ein Wetter. Man kann das fast schon einplanen und trotzdem kommen die Menschen, um zu spenden und gute Musik zu hören“, sagte die 55-Jährige. Mittlerweile habe sich die Suche nach Bands in eine Anfrage von Bands gewandelt, denn immer mehr wollen sich dieser Veranstaltung anschließen, meint Haase. Sie bekäme vor allem von Schülerbands immer wieder Anfragen. „Leider können wir nur eine begrenzte Zahl annehmen“, bedauert sie.

Trotzdem hatten die Gäste mehr als sieben Stunden lang ihren Spaß. „Wir sind das zweite Mal hier. Gegen den Regen gibt es Regenschirme. Das macht uns nichts. Toll, dass es so etwas hier gibt“, ist Dagmar Larsen, die zusammen mit Bert Siebert aus Schönberg gekommen war, begeistert. „Solche Aktionen muss man unterstützen“, bekräftigt Bert Siebert. Spätestens als die beiden jungen, lokalen Künstlerinnen Luise und Paula Birke Udo Lindenbergs „Wozu sind Kriege da“ in die Mikrofone sangen, war der berühmte Nagel für diese Veranstaltung auf den Kopf getroffen.

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