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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

20. Oktober 2017 | 01:55 Uhr

Pogez : Plüschtiere als Schreckgespenster

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Reiter und Pferde absolvierten ein Spezialtraining. Den Tieren wurde die Angst vor Luftballons, Plüschtieren, Mülltonnen und Flatterbändern genommen

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erstellt am 22.Jan.2014 | 00:00 Uhr

Täglich wird ein Pferde-Reiter-Paar mit möglichen Gefahren konfrontiert: Sei es die Mülltonne am Straßenrand während des Ausrittes oder ein rot-weißes Flatterband auf dem Turnierplatz. Viele Pferde sehen diese für uns harmlosen Dinge als Bedrohung an und schrecken davor zurück. Ein solcher Schreckmoment kann für Reiter und Pferd schnell gefährlich werden.

Um in solchen Situationen ruhig zu bleiben, wurde zum ersten Mal auf dem Carolinenhof eine speziell darauf abgestimmte Trainingseinheit angeboten. Die Resonanz war riesig, auch wenn klar war, dass an dem Tag die Pferde ausschließlich vom Boden aus geführt werden. Für einen reibungslosen Ablauf gab es allerdings eine begrenzte Teilnehmerzahl.

Neun Pferde und Ponys nahmen mit ihren Reitern teil. Zunächst wurde mit einigen leichten Führübungen begonnen. „Die Pferde sollen sich ganz auf ihren Reiter konzentrieren und sowohl dessen Tempo, als auch dessen Richtung bedingungslos annehmen, ohne ihn wegzudrängeln“, erklärte Sandra Melchin, die das Training auf dem Karolinenhof leitete.

Im Anschluss folgten Übungen mit verschiedenen Hindernisstangen. Selbst die erst sechsjährige Miriam Bathmann dirigierte ihr Pony exakt über den Stangenwald.

Nach den Gehorsamsübungen wurden verschiedene Stationen mit so genannten Schreckgespenstern aufgebaut.

Für den Menschen harmlos wirkende Müllsäcke, Planen, Regenschirme und Luftballons versetzen so manches Pferd in helle Aufruhe. Doch die Tiere wurden behutsam an die für sie beängstigenden Gegenstände herangeführt. Die Reiter wurden geschult, in solchen besonderen Situationen selbst ruhig zu bleiben, um ihrem Vierbeiner die Angst nehmen zu können. Am Ende des zweistündigem Trainings ist jedes Pferd über die weiße Plane gegangen oder hat sich sogar mit einer Rettungsdecke einwickeln lassen.

„Wir haben heute sehr viel gelernt und konnten viele Ängste abbauen. Es war einfach toll. Das schweißt zusammen“, berichtete Lisa Hahn, die stolz auf die Leistungen ihrer Stute Escada war. Nachdem die Pferde alle versorgt waren, gab es auch für die Reiter einen kleinen Imbiss zum Aufwärmen. „Das Training fand viel Zustimmung, da es unter anderem das Vertrauensverhältnis zwischen Pferd und Reiter enorm fördert. In Zukunft werden wir solche Trainingseinheiten sicher öfter anbieten“, hielt Trainingsleiterin Sandra Melchin fest.

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