Gadebusch : Plan für Zukunft der Jugendarbeit

Maike Frey sieht gute Chancen für ein Engagement des DRK in Gadebusch.
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Maike Frey sieht gute Chancen für ein Engagement des DRK in Gadebusch.

DRK-Kreisverband will Freizeithaus und Mädchentreff in Gadebusch übernehmen. Konzept soll bis September erarbeitet werden

svz.de von
03. August 2016, 04:45 Uhr

Die Spatzen pfeifen es bereits seit einigen Wochen von den Dächern: Am Jahresende hören die Leiterinnen des Freizeithauses, Sigrid Bernig, und des Mädchentreffs, Jutta Ahrendt, auf. Sie gehen in den Ruhestand. Da von Seiten beider Trägervereine, dem Kinder- und Jugendfreizeit e.V. sowie der Kinder- und Jugendförderung, keine direkten Nachfolger gefunden wurden, müssen beide Häuser dann vorerst geschlossen werden. Auch die Vereine könnten sich in Folge dessen auflösen. „Das wird im Rahmen einer Mitgliederversammlung entschieden“, erklärt Sigrid Bernig beim Kinder- und Jugendfreizeit e.V. den Ablauf.

Dass das Aus dieser beiden Einrichtungen nicht das Ende der Jugendarbeit in der Münzstadt ist, daran arbeiten derzeit sowohl Stadtvertretung, als auch der DRK-Kreisverband Nordwestmecklenburg ganz intensiv. „Wir haben bereits im Mai über ein so genanntes Interessenbekundungsverfahren begonnen, einen geeigneten Nachfolger für die Jugendarbeit zu finden“, berichtet Bürgermeister Ulrich Howest. Und darüber, dass sich das Deutsche Rote Kreuz aller Voraussicht nach der Sache annehmen will, ist er sehr erfreut. „Mit so einem Partner, einer solch mächtigen Organisation an der Seite, mache ich mir keine Sorgen, dass wir das nicht hinkriegen“, so das Stadtoberhaupt gegenüber der SVZ.

Kathrin Konietzke vom Vorstand des DRK-Kreisverbandes Nordwestmecklenburg mit Sitz in Grevesmühlen bestätigt das Interesse. „Deshalb haben wir auch schon auf unserer Internetseite begonnen, nach geeignetem Personal für diese mögliche neue Aufgabe zu suchen und auch erste Gespräche sowohl mit der Stadtverwaltung, als auch mit den derzeitigen Trägern geführt“, so Konietzke.

Bei den Gesprächen dabei war Maike Frey, die Bereichsleiterin für Soziale Arbeit innerhalb des Kreisverbandes. „Wir haben uns erst einmal die Einrichtungen angeschaut und mit beiden Leiterinnen gesprochen. Da wurde und wird sehr gute Arbeit geleistet, das möchten wir gerne weiterführen“, sagt die Diplom-Psychologin. Man werde nun bis Anfang September ein Konzept erarbeiten, wie es weitergehen könne. Dabei sollen möglichst beide Angebote unter einem gemeinsamen Dach vereint werden. Wo das sein wird, steht noch nicht fest. Vielleicht könnte das Schützenhaus dafür eine Option sein, denn das Freizeithaus ist im Besitz des Vereins Kinder- und Jugendfreizeit.

Doch das ist allerdings erst der zweite Schritt. „Zunächst wird das Konzept des DRK ab September in den Ausschüssen beraten und dann kommt es zur Abstimmung in die Stadtverordnetenversammlung im Oktober“, blickt Bürgermeister Ulrich Howest schon mal voraus. Und dann gehe es ja noch um die Finanzierung. Grundsätzlich sei die Stadt bereit, sich zu engagieren und auch finanziell im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu beteiligen, so der erste Mann der Münzstadt. „Aber Träger der Jugendarbeit ist immer noch der Landkreis Nordwestmecklenburg, und der muss jetzt auch mal Farbe bekennen“, fordert Gadebuschs oberster Verwaltungschef mit Nachdruck.

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