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der Heisse Draht : Pfützenlandschaft erregt Gemüter

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Schlagresdorfer wünschen sich seit Jahren eine Straßenreparatur durch die Gemeinde. Bürgermeister weist Kritik zurück

von
erstellt am 21.Okt.2015 | 23:56 Uhr

Ruhe und ein Miteinander prägen das dörfliche Leben. So zumindest wünscht es sich Silvia Maack. Aus Sicht der Einwohnerin gibt es aber reichlich Defizite, gerät in der Kommunalpolitik einiges ins Stocken, zumindest, wenn es um die Belange der Bürger beim Wegebau geht. Sie greift zum Telefon und wendet sich an den Heißen Draht der SVZ: „Unsere Straße am Haus gleicht einer Schlaglochpiste und niemand kümmert sich richtig darum.“ Mehrfach habe sie gegenüber der Gemeindevertretung den Zustand moniert, war beim Amt und beim Bürgermeister.

„Unser Problem wird anscheinend nicht ernst genommen. In der Gemeinde werde ich nicht einmal richtig angehört. Seit 2012 geht das so. Im vergangenen Jahr wurden die Schlaglöcher mit Kies ausgefüllt. Zwei Tage darauf gab es Regen, waren die Schlaglöcher wieder ausgespült“, sagt Silvia Maack.

Sie habe genug von all dem Hinhalten und erwartet eine öffentliche Debatte. „Herr Melchin hat mir versprochen, sich zu kümmern, aber es passiert nichts“, sagt die Frau aus Schlagresdorf.

Ein Vorwurf, den Bürgermeister Ingo Melchin nicht stehen lassen möchte: „Wir unternehmen viel und kümmern uns.“ Den Bewohnern müsse allerdings klar sein, dass ein wassergebundener Weg keine Asphaltstraße ist. „Im Frühjahr gehen wir das Problem erneut an“, sagt Melchin. Anderenorts kämen die Bürger mit solchen Anwohnerstraßen doch auch klar.

Wie tief die Schlaglöcher bis zum Frühjahr ausgefahren sein werden, vermag Silvia Maack nicht zu sagen. „Ich weiß nur, dass sich hier eine Menge Wasser sammelt. Mit der Forderung nach Veränderungen steht sie nicht allein da. Auch Nachbar Manfred Zielke erwartet, dass die Gemeinde ihrer Pflicht besser nachkommen muss und weist auf die schlecht Einsicht auf die Straße der Einheit.

Nichts anderes erwarten die Anwohner auch bei der Pflege des Grünstreifens, wo vor Monaten ein Stromkabel in die Erde kam. „Eigentlich sollte das Erdreich glatt geschoben werden. Aber hier waren nur Arbeiter mit einer Harke am Werk. So sieht es heute auch aus“, kritisiert Maack. Sie habe Ingo Melchin im Sommer vor Ort auf die Problematik aufmerksam gemacht. „Seither hat sich aber nichts geändert“, so Maack. Sie findet es bedauerlich, dass das Versprechen eines Bürgermeisters nichts gelte.

Bürgermeister Ingo Melchin verweist auf eine insgesamt zu üppig gewachsene Hecke, die die Pflege vor Ort erschwere und dass das Amt bereits tätig sei. Bernd Karnatz, Leiter Haupt- und Ordnungsamt, bestätigte gegenüber der SVZ einen Schriftwechsel mit einem Anlieger: „Die Hecke ist mit vier Metern zu hoch und befindet sich auf Gemeindeland. Wir haben die Aufforderung zum Rückschnitt dem Grundstückseigentümer zugesendet.“ Der habe bereits reagiert und wolle die Hecke in den kommenden Wochen zurückschneiden, so Karnatz, der Kontrollen ankündigte.

 

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