zur Navigation springen

Gadebuscher "Bogenparcours" : Pfeile surren über den Jensenberg

vom

Robin spannt die Sehne seines Bogens. Die Hand ist ruhig, das Ziel anvisiert. Sekunden später steckt der Pfeil im Hals des rund zehn Meter entfernt stehenden Fasans. Ihn stört das nicht, denn er ist aus Kunststoff.

svz.de von
erstellt am 14.Jul.2013 | 05:29 Uhr

Gadebusch | Robin Bogdanovs spannt die Sehne seines Langbogens. Die Hand ist ruhig, das Ziel anvisiert. Sekunden später steckt der Pfeil im Hals des rund zehn Meter entfernt stehenden Fasans. Ihn stört das nicht weiter, denn er ist aus Spezialkunststoff. Der 19-Jährige hat dagegen seine liebe Mühe, das Geschoss wieder aus dem Ziel zu ziehen, denn nach dem glatten Durchschuss sitzt die Spitze fest.

Robin ist mit seiner Mutter Simone extra aus Herren Steinfeld angereist, um bei der Eröffnung des "Bogenparcours Jensendorf" eine sportliche Runde zu drehen. Das ist seit diesem Sonntag möglich, denn Hans-Otto Bobzien hat diesen Kurs installiert. Seit dem Jahr 2000 betreibt der 53-Jährige in Gadebusch ein Geschäft rund um Jagdausrüstung. Das Interesse an Bogensport, so Bobzien, steige, die Nachfrage auf diesem Sektor wachse: "Deshalb haben wir uns entschlossen, das Angebot diesbezüglich zu erweitern, und Menschen, die Freude an der Bewegung in der Natur und am Bogenschießen haben, etwas Besonderes zu bieten. Die Idee, auf diesem Gelände einen Bogenparcours zu errichten, hatten wir auch schon lange". Jetzt ist er fertig, führt über den Jensenberg und fügt sich unauffällig in die reizvolle Landschaft ein. Das Gelände soll auch weiterhin für Spaziergänger und Besucher nutzbar sein. "Man muss sich nur aus Gründen der Sicherheit an die gekennzeichneten Wege halten".

Mutter und Sohn Bogdanovs halten sich an den Weg, treffen ein Mufflon und ziehen später Pfeile aus einem Kunststoff-Bären, der an einem von Bäumen eingerahmten Hang steht. "Bogensport ist mein Hobby", sagt die Sportschützin, die der Bogenabteilung der Schweriner Schützenzunft angehört. Ihr Equipment ist professionell und im Köcher stecken sechs Pfeile, jeder einzelne 8,50 Euro teuer. "Da passe ich schon auf, dass ich sie auch alle wiederfinde. Sohnemann Robin, der manchmal auch an Wettkämpfen teilnimmt, hatte in den vergangenen Wochen nicht viel Glück beim Finden: "Deshalb musste ich mir zwölf neue Pfeile kaufen."

Insgesamt zwölf Etappen mit Zielen zwischen fünf und 25 Meter absolviert das Duo, bis es den Fuchs, das letzte Tier des Parcours, ins Visier nimmt. "Solch einen Freiluft-Parcours haben wir in Schwerin nicht. Das macht schon Spaß", sind sich die beiden einig. Die Bogdanovs’ sind aber nicht die einzigen, die das Gelände, auf dem früher auch schon Motocrosser umher sausten, inspizieren. Zahlreiche Gäste konnte Familie Bobzien zur Eröffnung begrüßen. Wer will, der kann sich an diesem Tag auch Pfeil und Bogen leihen und sein Glück versuchen. Dabei stellen Licht-, Schatten- und Windverhältnisse nicht nur die Anfänger vor große Herausforderungen. "Das ist eine interessante Abwechslung gegenüber dem Schießen auf Scheibe", ist sich Hans-Otto Bobzien sicher. Ob Gruppen, Familien, Urlauber oder Vereine. Ob Einsteiger oder Profis - sie alle können beim Jagdausrüster die Nutzung des Parcours mit Picknickstelle nach terminlicher Absprache unter der Telefonnummer 0172-321 2630 buchen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen