Der Heisse Draht : Perliner rettet Tulpenbaum

Der pensionierte Umweltberater  Rudolf  Wedmann mit dem drei Meter langen Tulpenbaum-Ast.   Fotos: Michael Schmidt
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Der pensionierte Umweltberater Rudolf Wedmann mit dem drei Meter langen Tulpenbaum-Ast. Fotos: Michael Schmidt

Unbekannte brachen einen drei Meter langen Ast an dem rund 60 Jahre alten Baum ab. Rudolf Wedmann entdeckte den Schaden

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19. Juli 2014, 00:00 Uhr

Ein rund 60 Jahre alter Tulpenbaum ist in Perlin von Unbekannten beschädigt worden. Sie brachen einen rund drei Meter langen Ast ab und riskierten so, dass der Baum von einem Pilz befallen und eingehen könnte. Der Ärger darüber ist so groß, dass der Perliner Rudolf Wedmann, zum Telefonhörer griff und beim „heißen Draht“ unserer Zeitung auf das Malheur aufmerksam machte. Denn der Baum bedeutet ihm viel, er war einst von seinem inzwischen verstorbenen Perliner Lehrer Walter Schott gepflanzt worden. Dabei half Wedmann, als er selbst noch ein Schüler war.

„Es handelt sich hier um einen echten Tulpenbaum, der inzwischen etwa sieben Meter hoch ist. Wir haben ihn deshalb so behütet, weil einst im Perliner Park so viele Bäume vernichtet wurden“, verdeutlicht der pensionierte Umweltberater Rudolf Wedmann.

Immer wieder hielten in den vergangenen Tagen Naturfreunde an, um diesen Tulpenbaum mit seinen einzigartigen Blüten am Ortsausgang Richtung Söhring zu bestaunen. „Es ist eben ein besonderer Baum, und ich kennen niemanden hier in der Gegend, der solch einen schönen hat“, so Wedmann.

Was ihn besonders ärgert: „Man hat uns diesen Baum vermutlich nur auseinander gebrochen, um an ein paar Blüten zu kommen. Statt uns über den Schaden zu informieren, sind die dafür Verantwortlichen still und heimlich verschwunden.“

Nur durch Zufall entdeckte Wedmann den Schaden, als er von einem Einkauf zurückkehrte. Danach machte er sich an die Arbeit, um einen Pilzfbefall des Baumes zu verhindern. Er behandelte die 20 Zentimeter lange Baumwunde, wusch sie mit Naturharz aus und versah die Stelle mit einer Lehmpackung. Falls erforderlich, könnte in den Wintermonaten noch eine Feuchtigkeitsschutz-Manschette angelegt werden „In etwa fünf Jahren könnte nur noch ein Wulst an die Wunde erinnern“, sagt der Perliner Rudolf Wedmann.

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