Vandalismus am Röggeliner See : Pegelstand wieder unter Kontrolle

<fettakgl>Norbert Baumann (r.) und Mario Axel</fettakgl> weisen auf die Bedeutung der Messeinrichtung hin. Sie gewährleistet eine genaue Wasserstandsprüfung im Sinne  von Natur und Anliegern. <foto>bohlmann</foto>
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Norbert Baumann (r.) und Mario Axel weisen auf die Bedeutung der Messeinrichtung hin. Sie gewährleistet eine genaue Wasserstandsprüfung im Sinne von Natur und Anliegern. bohlmann

Am Röggeliner See ist am 27. Dezember ein elektronischer Wasserstandsmelder zerstört worden. Der Schaden beläuft sich auf rund 5000 Euro. Eine neu installierte Station kann jetzt wieder ihren Dienst verrichten.

svz.de von
10. Januar 2013, 10:30 Uhr

Klocksdorf | Der Wasserstandsmelder am Röggeliner See sendet wieder die aktuellen Pegelstände an das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt und das Amt für das Biosphärereservat Schaalsee. Carlows Bürgermeister Norbert Baumann und Biosphäre-Ranger Mario Axel sind erfreut, dass die erst im vergangenen Jahr installierte vollautomatische Station wieder ihren Dienst verrichtet. Am 27. Dezember war Sendeschluss - beschädigten bislang unbekannte Täter die Einrichtung. Spuren auf dem umzäunten Gelände am See deuten darauf hin, dass mit Hilfe einer Seilschlinge, das Messrohr und die technischen Einrichtungen zerstört und gebrochen wurden. Die komplette Einrichtung versank im See. "Wir gehen von Vandalismus aus, denn Naturgewalten können den Pegel nicht derart zerstören", sagt Mario Axel. Er beziffert den Schaden auf rund 5000 Euro. Dazu zählen die Technik und das Einmessen durch ein darauf spezialisiertes Unternehmen. Mittlerweile hat das Amt für das Biosphärenreservat Anzeige erstattet und hofft auch über die Bürger in den Orten am See Hinweise auf die Täter zu erhalten.

"Diese Messeinrichtung ist ein wichtiger Bestandteil zur Regulierung der Wasserstände am Röggeliner See", sagt Bürgermeister Baumann und erinnert an eine Zeit, als es Differenzen bei der Bewertung der Pegelstände mit dem Biosphärenamt gab.

Im Zusammenhang mit dem Bau der Fischtreppe am ehemaligen Aalfang wurde die Errichtung einer neuen Messstation vorgeschrieben. "Auf Grundlage der uns zur Verfügung stehenden Werte können wir umgehend reagieren und den vereinbarten maximalen Wasserstand von 90 Zentimetern halten", sagt Mario Axel. Vorausgesetzt die Messstation wird nicht wie im Dezember zerstört.

Eine Überprüfung des Wasserstandes liegt zudem im Interesse der Grundstücksbesitzer in Klocksdorf, denn ihre Parzellen wurden in der Vergangenheit zu stark vernässt. Folglich soll die Pegelmessstation mehr Sicherheit bringen. Darüber hinaus wurden sämtliche Drainagen und Gräben neu profiliert. "Dadurch kann das Wasser im besagten Bereich besser ablaufen", sagt Baumann.

Hinweise zur Zerstörung der Anlage nimmt das Ordnungsamt Rehna unter Telefon 038872-9290 oder das Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee unter der Rufnummer 038851-3020 entgegen.

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