Gadebusch verhandelt mit der BahnNetz AG : Parkplatz am Bahnsteig geplant

<strong>Auf dieser Brachfläche</strong> vor dem neuen Bahnsteig wäre noch Platz für einen Parkplatz. Wer mit dem Auto kommt, muss bisher zum ehemaligen Bahnhof laufen. Derweil ist ein Unterstand von der Bahn AG schon errichtet worden.<foto>Hans Taken</foto>
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Auf dieser Brachfläche vor dem neuen Bahnsteig wäre noch Platz für einen Parkplatz. Wer mit dem Auto kommt, muss bisher zum ehemaligen Bahnhof laufen. Derweil ist ein Unterstand von der Bahn AG schon errichtet worden.Hans Taken

Seit zwei Monaten hat Gadebusch einen neuen Bahnsteig. Jetzt verhandelt die Stadt mit der BahnNetz AG über die Übertragung einer Fläche vor dem Bahnsteig, um einen Parkplatz bauen zu können.

svz.de von
06. Januar 2013, 09:54 Uhr

Gadebusch | Seit zwei Monaten hat Gadebusch einen neuen Bahnsteig. Rund 200 Meter vom ehemaligen Bahnhof entfernt investierte die Deutsche Bahn AG rund 1,1 Millionen Euro, damit Fahrgäste barrierefrei in die "Ola" einsteigen können. Doch ganz problemlos gestaltet sich das Reisen von der Bahnhaltestelle noch nicht, wie SVZ-Leserin Gudrun Struck festgestellt hat. Sie bemängelt, dass die Parkplätze zu weit vom Bahnsteig entfernt liegen. Doch das könnte sich schon bald ändern.

Die Gadebuscherin Gudrun Struck ist 82 Jahre alt, reisefreudig und viel mit dem Zug unterwegs. "Die Bedingungen für die Fahrgäste sind seit der Verlegung für die Fahrgäste schlechter geworden", sagt die Rentnerin. Und geschrieben hat sie das auch, und zwar Anfang Dezember in einem Brief an Bahnchef Dr. Rüdiger Grube höchstpersönlich. Problematisch sei es, sich mit dem Auto abholen zu lassen, kritisierte Gudrun Struck, denn die nächste Gelegenheit dafür sei erst am weiter entfernten, ehemaligen Bahnhof. "So weit mit Koffer und Gehhilfe laufen zu müssen, das ist nicht zumutbar", kritisierte die Gadebuscherin. Auch bemängelte sie in ihrem Schreiben einen fehlenden Unterstand am Bahnsteig.

Der Unterstand ist mittlerweile da, eine Antwort der Bahn AG auch. "Es tut uns leid, dass an Ihrem Reisetag der neue Bahnsteig in Gadebusch noch nicht fertig gestellt war", entschuldigte sich die Bahn. Zudem wies sie daraufhin, dass sich am neuen Bahnsteig eine Fläche der DB Netz AG für noch näher gelegene Parkplätze anböte. "Dazu sind wir im Gespräch mit der Stadt Gadebusch und dem Energieministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern", heißt es im Antwortschreiben.

"Ja, es gibt Gespräche - und auch schon einen Vororttermin", sagt Gadebuschs Bürgermeister Ulrich Howest. Bereits morgen will er sich mit Vertretern der Bahn AG und der Landesregierung an der Haltestelle treffen. In erster Linie wird es darum gehen, ob die Fläche der Bahn Netz AG kostenlos in den Besitz der Stadt Gadebusch übergehen kann. "Denn nur dann", sagt Howest, "können dort auch Parkplätze errichtet werden". Die Stadt habe für den Bau der Stellflächen zwar kein Geld, aber das Land MV habe zugesagt, so der Bürgermeister, dass sie diese Baumaßnahme zu 100 Prozent fördern würde. "Aber es muss schnell gehen, denn die Förderung ist nur noch in diesem Jahr möglich", weiß Ulrich Howest. Der Ausbau des Parkplatzes hätte zudem noch einen weiteren Vorteil, denn die Stadt würde in diesem Fall die rund 400 Meter entfernte Bus-Haltestelle am Güstower Weg zum neuen Bahnsteig verlegen.

Vernünftige Parkplätze in direkter Nähe zum Bahnsteig anstelle eines Brachgeländes mit Pfützen und tiefem Boden- das wäre die ideale Lösung aus Sicht des Bürgermeisters. Und auch aus Sicht von Bahnkundin Gudrun Struck, die noch öfter vom Bahnhof Gadebusch aus ihre Reisen starten möchte.

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