Gadebusch : Parken direkt am Bahnsteig

Autos parken auf der Brachfläche, Fahrräder müssen am Geländer angeschlossen werden: Bis  Juni soll sich dies ändern.
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Autos parken auf der Brachfläche, Fahrräder müssen am Geländer angeschlossen werden: Bis Juni soll sich dies ändern.

Stadt plant Erschließung des Areals am Bahnhof. Bis Ende Juni sollen Parkplätze und eine Bushaltestelle gebaut werden

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03. März 2014, 00:00 Uhr

Asphalt statt lehmigem Untergrund, der sich bei Regen in eine kleine Seenlandschaft verwandelt; Parkplätze statt Brachfläche; Abstellmöglichkeiten für Fahrräder statt wildem Anschließen am Geländer; und, nicht zuletzt, ein Bushalt in unmittelbarer Nähe des Bahnsteigs – noch in diesem Jahr soll all dies am Gadebuscher Bahnhof Realität werden: Auf 3000 Quadratmetern plant die Stadt die Erschließung des Geländes des ehemaligen Güterbahnhofs.

„Nachdem der neue Haltepunkt Ende 2012 in Betrieb genommen werden konnte, ist die Erschließung nicht optimal. Deshalb besteht von Seiten der Stadt der Wunsch, hier nun etwas Vernünftiges zu bauen“, erläutert Holger Saupe, Sachbearbeiter beim Gadebuscher Bauamt. Nachdem das Energieministerium des Landes eine Förderung zugesagt und der Landkreis die Baugenehmigung erteilt habe, sei im Januar die Ausschreibung bei ausschließlich regionalen Firmen erfolgt. Aktuell rechnet ein Planungsbüro die Angebote nach. Von 300 000 Euro war die Stadt ursprünglich ausgegangen, auf 350 000 Euro scheinen sich die Kosten nach erster Auswertung zu belaufen. Die Fördersumme durch das Land steht dabei noch nicht fest, ebenso wenig die Eigenleistung der Stadt.

In nur drei Monaten, Baubeginn ist Anfang April, die Fertigstellung soll Ende Juni erfolgen, soll hier jedenfalls Großes entstehen: 15 behindertengerechte Stellplätze im Bereich der Rampe am Bahnsteig, eine Bushaltestelle in unmittelbarer Nähe zum Gleis, Busstellplätze für den Schienenersatzverkehr und Möglichkeiten zum Anschließen von Fahrrädern im Bereich der Rampe und des Abgangs in Richtung Wismarsche Straße. „In der Perspektive wird damit auch darüber nachgedacht, den alten Busbahnhof aufzugeben“, so Saupe. Immer wieder, sagt er, sei der Zustand rund um den Bahnhof bei ihnen Thema gewesen. „Es gab etliche Beschwerden und Nachfragen.“

Sie finde es toll, sagt Birgit Daase, die jeden Tag zur Arbeit mit der Bahn fährt, dass die Maßnahme nun endlich realisiert werde. „So haben Abholer auch bessere Gelegenheiten, zu parken, und der Weg zum Bus ist nicht mehr so weit“, so die Gadebuscherin. Auch Bianca Bremer und Antje Kapluschinski aus Rehna, die regelmäßig den Zug nach Gadebusch nutzen, begrüßen den Umbau. „Wenn der Bus direkt hier hält, das ist natürlich sehr praktisch“, sind sich die Frauen einig.

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