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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. Dezember 2017 | 02:05 Uhr

Schönberg : Palmberg stößt an seine Grenzen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Sollte die Konjunktur nach wie vor gut laufen, könnte der Büromöbelhersteller in ein weiteres Werk investieren.

svz.de von
erstellt am 02.Jan.2017 | 20:45 Uhr

510 Mitarbeiter und 93 Millionen Euro Umsatz – beim Schönberger Büromöbelhersteller Palmberg Büroeinrichtungen + Service GmbH gibt es beim Personal und Umsatz seit fünf Jahren nur eine Richtung: nach oben. „Vom Prinzip her ist die Obergrenze bei uns erreicht“, sagt Geschäftsführer Uwe Blaumann. „Nur durch Rationalisierungen und Intensivierungen ist noch etwas beim Umsatz möglich, so dass man noch zwei, drei, vier Prozentpunkte mehr herauskitzeln kann. Aber der Riesensprung ist absolut nicht mehr realistisch.“

Erste Erfolge hatte Palmberg schon im vergangenen Jahr zu verzeichnen. Durch interne Optimierungen in der Produktion und im Vertrieb sind seit Sommer 23 Lkw pro Tag unterwegs – drei mehr als zuvor.

Seinen Hauptumsatz macht Palmberg nach wie vor in Deutschland. Für Blaumann die „Lokomotive der Konjunktur“ auf dem Möbelmarkt. Aber auch ein anderes Land scheint sich wieder zu erholen. „Die Schweizer haben sich anscheinend an den starken Franken gewöhnt, haben gegengesteuert und befinden sich wieder auf Wachstumskurs“, so Blaumann. Anders sieht es dagegen noch bei den Beneluxländern aus. „Sie schwächeln nach wie vor, obwohl die Tendenzen leicht positiv sind.“

Hoffnungen auf mehr Umsatz gibt es beim Büromöbelhersteller auch durch das Werk II im Schönberger Gewerbegebiet. Dort werden Akustikwände hergestellt. Auch hier läuft es laut Angaben von Blaumann sehr gut. „Wir haben nach und nach mehr Leute eingestellt und sind kurz davor, eine zweite Schicht einzuführen.“ Im vergangenen Jahr hat Palmberg im Werk II mindestens drei Millionen Euro umgesetzt. Das Ziel in den nächsten drei Jahren: „Langfristig sehe ich im Werk II Umsätze zwischen fünf und sechs Millionen Euro“, so Blaumanns Erwartungen.

Ein weiteres Standbein für Palmberg sind inzwischen Küchen. „Unsere Fachhandelspartner haben sich sehr gefreut, dass wir jetzt auch Küchen mit in unser Programm aufgenommen haben. So haben sie alles aus einer Hand.“ Die Küchen sehen von der Optik genauso aus wie die Büromöbel.

Seit Jahren herrschen rosige Zeiten bei Palmberg. Sollte die Konjunktur nach wie vor gut laufen, überlegt Uwe Blaumann sogar, in ein weiteres Werk zu investieren. „Das ist immer aktuell. Ich bin weiteren, größeren Investitionen gegenüber nicht verschlossen“, sagt er. Erste Gespräche mit der Stadt habe es wegen eines Baugrundstückes schon gegeben. Der Palmberg-Geschäftsführer will aber noch abwarten, bis das Schönberger Gewerbegebiet erweitert wird. Blaumanns Wunsch: Ein 40  000 Quadratmeter großes Grundstück. Darauf könnte er sich vorstellen, eine Halle zu bauen, um Büromöbel in Großserien zu fertigen. „Wenn es so weit kommt, werden wir auf Leistung fahren.“ Heißt, dann will Palmberg deutlich größere Stückzahlen produzieren als zurzeit.

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