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Unternehmen aus Schönberg : Palmberg auf Rekordkurs

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Büromöbelhersteller peilt Ergebnis von mehr als 80 Millionen Euro an / Ausbau des zweiten Standorts verzögert sich

svz.de von
erstellt am 24.Jul.2015 | 23:44 Uhr

Die Firma Palmberg Büroeinrichtungen aus Schönberg steuert auf ein neues Rekordergebnis zu. Das Umsatzziel des Unternehmens für dieses Jahr liegt nach Angaben von Geschäftsführer Uwe Blaumann geplant bei 78,6 Millionen Euro. „Im Moment befinden wir uns auf Kurs zwischen 82 und 83 Millionen Euro.“ Das wäre ein neuer Rekord. „In diesem Jahr bin ich der festen Überzeugung, es kann nichts mehr anbrennen. Das erkennen wir auch am lebhaften Markt.“

Die ersten sechs Monate bezeichnet der Palmberg-Geschäftsführer als „das beste Halbjahr, das wir je hatten.“ Es sei „schon fast unnormal“, was an Aufträgen hereinkomme. Seit Jahren steigert Palmberg seinen Umsatz stetig. Vor zwei Jahren waren es 73 Millionen Euro. Im vergangenen 77,3 Millionen Euro. Eine Krise? Nicht erkennbar auf dem Büromöbelmarkt. Zumindest nicht auf dem deutschen, sagt Blaumann. „Wir hatten einen leichten Anstieg in Holland zu verzeichnen, der sich aber schnell wieder relativiert hat, so dass man sagen kann: Der deutsche Markt ist nach wie vor unser Motor.“ In der Schweiz laufe es auch „ganz ok“, ein großer Wachstumsmarkt sei hier aber nicht zu erkennen. „Unsere Nachbarn haben ein anderes Anspruchsdenken an Büromöbel. In Skandinavien gibt es das typische Ikea-Denken. Da muss ein Möbelstück aus Kieferfunier sein.“

Produkt Nummer eins bei Palmbergs Kunden ist das neue Schreibtischgestell. Das Besondere daran: der Schreibtisch kann mit einem Elektromotor höhenverstellt werden, so Blaumann. „Der Trend geht hin zum Sitz-Steh-Arbeitsplatz.“

In den vergangenen Jahren hatte es beim Büromöbelhersteller in den ersten sechs Monaten nicht so viel zu tun gegeben für die 492 Mitarbeiter. Blaumann spricht von „eher rückläufigen Auftragseingängen“ sonst und dass er froh gewesen sei, dass „wir die Betriebsferien im Sommer erreicht hatten“.

In diesem Jahr ist alles anders. „Trotz hundertprozentiger Leistung, die wir seit Anfang des Jahres fahren, haben wir kaum Auftragsbestand abgebaut.“ Deshalb werde es auch ab und an vorkommen, dass Mitarbeiter sonnabends arbeiten müssen, „um eine zügige Auslieferung zu garantieren und die Kunden so zufrieden zu stellen.“

Nicht ganz nach Blaumanns Wunsch läuft es bei der geplanten Eröffnung der Produktionshalle im Schönberger Gewerbegebiet. Ab Herbst wollte Palmberg hier eigentlich selbst Akkustikwände herstellen. Ein Maschinenhersteller habe das Unternehmen aber im Stich gelassen. „Eine Maschine, die wir eigentlich dringend brauchen, ist erst im Februar 2016 lieferbar.“

So lange bekommen die Schönberger die Akkustikwände weiterhin aus Baden-Württemberg. Blaumann hatte sich Anfang des Jahres für einen zweiten Produktionsstandort in Schönberg entschieden, weil ihm die fünf Wochen Lieferzeit für die Wände zu lange gedauert haben. „Wenn ein Kunde sagt, er braucht innerhalb einer Woche noch einen Tisch, bekommt er ihn auf jeden Fall. Bei einem Akkustikelement können wir ihm das bislang nicht versprechen.“


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