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Holzbedarf steigt am Standort Wismar : Palettenwerk startet Produktionslinie

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Die Wirtschaft boomt wieder. Der Wismarer Standort der Paletten-Service Hamburg AG trägt diesem Umstand Rechnung und nahm jetzt eine Fertigungslinie für Sonderpaletten in Betrieb. Die Zahlen und Fakten sprechen für sich.

Wismar | Die Wirtschaft boomt wieder und erfordert noch höhere Anforderungen an die Logistik für Lademittel. Der Wismarer Standort der Paletten-Service Hamburg AG trägt diesem Umstand Rechnung und nahm jetzt eine Fertigungslinie für Sonderpaletten in Betrieb. Die Zahlen und Fakten die Ingo Mönke von der Firma Paletten Service Hamburg am Wismarer Standort präsentierte, sprechen für sich. Bis Ende November gelangten etwa 12 000 Lkw-Ladungen mit 360 000 Kubikmeter Holz in das neue Werk am Wismarer Haffeld. Gefertigt sind daraus bisher 7,5 Millionen Paletten, vorrangig für den genormten Euro-Standard. 10 000 Ladungen hatten für den Abtransport das Werk per Jumbo-Laster wieder verlassen. Doch der Geschäftsführer für Vertrieb, Technik und Produktion hatte anlässlich der kürzlich in Betrieb genommenen, zweiten Produktionslinie für Sonderpaletten noch weitere Fakten parat. So wurden bisher 2500 Ladungen an Klötzen für die Palettenherstellung benötigt und dazu 3000 Tonnen Nägel, die das Produkt am Ende zusammenhalten.

Seit dem Produktionsstart am 1. Dezember 2006 auf einer einst grünen Wiese vor den Toren der Hansestadt brummt der Betrieb. Etwa 80 Millionen Euro weist die jährliche Grobbilanz der Paletten-Service Hamburg Gruppe aus.

"Inzwischen hat sich viel getan, auch bei den Mitarbeitern, deren Zahl von einst 30 auf mehr als 50 Beschäftigte gewachsen sind", unterstrich Unternehmer Horst Mönke während des Empfanges. Er ist gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der Paletten-Service Hamburg AG, in der weitere Söhne eine leitende Funktion bekleiden. Um die Produktion professioneller aufzustellen und um den Betrieb unabhängiger vom Markt zu gestalten, war eine weitere Investition geboten. Ein Geländezukauf und damit eine Erweiterung der Produktionsstätte auf 55 000 Quadratmeter bildete die Basis. Nachgedacht über eine Betriebserweiterung wurde allerdings schon seit 2009. Doch zunächst machte eine allgemein krisengeschüttelte Marktlage dies zunichte. Mit der spürbaren Erholung der Wirtschaft trieb das Hamburger Unternehmen den weiteren Ausbau der Wismarer Produktionsstätte zügig voran. Das Familienunternehmen Mönke investierte inzwischen 13 Millionen Euro. Es entstand eine Erweiterungsfläche von 20 000 Quadratmetern, auf der im

Sommer dieses Jahres eine 2000 Quadratmeter große Produktionshalle in die Höhe wuchs. Inzwischen hat dort eine vollautomatische Produktionslinie für Sonderpaletten den Betrieb aufgenommen. Zur Investition gehören außerdem eine 1 540 Quadratmeter große, offene Lagerhalle und die zusätzlich errichteten Trockenkammern.

Herzstück der neuen vollautomatischen Fertigungslinie sind die rechnergestützten Anlagen eines italienischen Herstellers. Sämtliche Kommandoeinheiten und Steuerschränke sind per Datenkabel mit dem Rechner verbunden. Das ermöglicht sogar eine Fernwartung und Störungsbehebung per Internetverbindung zum Hersteller von Italien aus. Was das Besondere der neuen Fertigungslinie ausmacht ist die Flexibilität der Produktauswahl. "Innerhalb von einer Stunde lässt sich die Anlage auf einen anderen Sonderpalettentyp umstellen", erklärt noch einmal Sohn Ingo Mönke. Das ermöglicht in Spitzenzeiten den zweischichtigen Betrieb. Gleichzeitig erhöht sich der Schnittholzbedarfs auf bis zu 10 000 Kubikmeter monatlich. Damit werden an der Wismarbucht nicht nur weiterhin Nägel mit Köpfen gemacht. Zusätzlich werden davon weitere 1000 Tonnen im Jahr benötigt.

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erstellt am 19.Dez.2011 | 08:00 Uhr

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