Paetrow : Paetrower sind sauer auf Landwirt

Zerfahren: „Ich habe nichts gegen Landwirtschaft“, sagt Siegfried Helwich. Aber Mängel müsst nun mal beseitigt werden.“
Zerfahren: „Ich habe nichts gegen Landwirtschaft“, sagt Siegfried Helwich. Aber Mängel müsst nun mal beseitigt werden.“

Erntefahrzeuge sollen Bankette der gerade erst im Sommer sanierten Kreisstraße nach Reinhardtsdorf beschädigt haben

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02. März 2018, 04:45 Uhr

Der Mann ist echt sauer. Wütend und fassungslos zeigt Siegfried Helwich auf die kaputtgefahrene Bankette unmittelbar neben einer Feldauffahrt kurz hinter dem Ortsausgang Paetrow an der Kreisstraße in Richtung Reinhardtsdorf. Tiefe Reifenspuren von schweren Fahrzeugen sind kurz vor dem Wintereinbruch der vergangenen Tage nicht zu übersehen. „Das sieht schon seit November vergangenen Jahres so aus. Verursacher waren die Erntefahrzeuge von Landwirt Klaus Babbe aus Bülow. Der hat zwar nach der Ernte die Straße an der Einfahrt gesäubert, die Bankette hingegen hat er nicht geräumt“, schimpft der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Veelböken.

Dabei wurde die Straße erst im Sommer vergangenen Jahres für viel Geld aufwändig saniert. Der Landkreis hatte hier auf einer Länge von knapp drei Kilometern und einer Breite von zirka sechs Metern die alte Asphaltdecke abfräsen und eine neue Asphaltdecke einbauen lassen. Darüber hinaus wurden die Bankette erneuert und die Ackerauffahrten befestigt. Die Baukosten beliefen sich auf satte 447  000 Euro, finanziert wurde das Ganze vom Landkreis. Gut ein halbes Jahr später gibts nun also den ersten Ärger wegen beschädigter Bankette.

Doch das sei noch nicht alles, erklärt der 61-Jährige Helwich: „Auf dem Landwegzwischen Paetrow und Botelsdorf haben Fahrzeuge desselben Unternehmens ebenfalls tiefe Spuren hinterlassen. Ich habe einen Mitarbeiter des Unternehmens darauf angesprochen und darum gebeten, dass die betroffenen Stellen instandgesetzt werden. Passiert ist bis heute nichts.“ Der drei Kilometer lange Landweg werde viel von Radfahrern und Anwohnern genutzt, sei Eigentum der Gemeinde und werde von dieser jährlich instand gesetzt. „Erst im vergangenen Jahr haben wir den Weg wieder glatt geschoben und auffüllen lassen“, sagt der stellvertretende Bürgermeister. Mehrere tausend Euro habe das die Gemeinde gekostet.

In der Kreisstraßenmeisterei sei der Vorfall bekannt. „Es wird aktuell eine gütliche Einigung mit den Beteiligten und dem Landwirt auf den Weg gebracht“, sagt Wiebke Reichenbach. Nach Aussage der Sachbearbeiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kreisverwaltung Nordwestmecklenburg sollen die Reparaturarbeiten so schnell wie möglich und sobald sich die Wetterverhältnisse verbessern, beginnen.

Bemühungen der Gadebusch-Rehnaer Zeitung, den Inhaber des landwirtschaftlichen Unternehmens zu kontaktieren, blieben bislang leider allesamt erfolglos.

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