Mädchen-Zukunftstag : „Ossi“ im Einsatz für Mädchen

Lea Schwarz, Lea Hennecke, Lee-Ann Twardowski, Lucie-Marleen Rehse (alle 5. Klasse Heinrich-Heine-Schule Gadebusch) staunten, was für ein gutes Näschen Schäferhund „Ossi“ hat.
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Lea Schwarz, Lea Hennecke, Lee-Ann Twardowski, Lucie-Marleen Rehse (alle 5. Klasse Heinrich-Heine-Schule Gadebusch) staunten, was für ein gutes Näschen Schäferhund „Ossi“ hat.

Der Diensthund zeigte am Girls’ Day, wie schnell er versteckte Drogen in einem Schulrucksack finden kann

svz.de von
28. März 2014, 00:00 Uhr

Ein bisschen Marihuana hatte Hauptkommissar André Falke in einem der vielen Rucksäcke der 21 Mädchen gestern Vormittag versteckt. Gespannt warteten die Schülerinnen, die im Rahmen des Girls’ Days der Polizeiinspektion Wismar einen Besuch abstatteten, wie sich Schäferhund „Ossi“ verhalten würde. Der ließ sich nicht im Geringsten beirren und hatte schon nach wenigen Sekunden seine Spürnase bewiesen.

Zufrieden war nicht nur André Falke, sondern das waren auch die Mädchen, die sich einmal die Polizeiarbeit zeigen lassen wollten. Den Beruf zu erlernen stand unter anderem zur Debatte. „Um Menschen in Notsituationen zu helfen“, sagte Jessi Schwerin. Die 15-Jährige kommt aus Bad Kleinen und muss sich nun in der neunten Klasse schon fast entscheiden, welchen Beruf sie mal erlernen möchte. Doch die Anfangseuphorie dieses Girls’ Day wich nach vier Stunden der Ernüchterung. „Ich hatte mir das interessanter vorgestellt. Ich glaube, das ist doch nichts für mich“, resümierte sie. Ganz anders sah das Christin Jenner aus Klütz. Die Neuntklässlerin war von den Demonstrationen hellauf begeistert. „Eigentlich wollte ich nur mal schauen, was man hier so macht. Polizistin will ich nicht unbedingt werden“, erklärte die Klützerin unmittelbar vor Beginn der Veranstaltung. Doch nach dem Vorführen der Kriminaltechnik, der Hundeausbildung und einem Film über die Polizeiarbeit änderte sich die Meinung der 15-Jährigen. „Ich fand das toll. Es wäre tatsächlich eine Richtung, die passen könnte.“

Noch lange auf die Ausbildung warten müssen die vier Gadebuscher Fünftklässlerinnen Lea Schwarz, Lea Hennecke, Lucie-Marleen Rehse und Lee-Ann Twardowski. Doch die vier Schülerinnen waren schon jetzt begeistert von der Polizeiarbeit. Besonders stolz präsentierten sie ihre Fingerabdrücke, die sie zusammen mit Kriminaltechnikerin Katja Minzlaff genommen hatten. „Wir mussten den Finger hin und her rollen. Jetzt kann man genau den Abdruck des Fingers sehen“, erklärten die Mädchen. Begeistert waren vor allem Lee-Ann Twardowski und Lea Hennecke. Nachdem sie eine kleine Runde mit dem Einsatzwagen gedreht hatten, durften sie noch einen Blick in die Waffenkammer der Polizeiinspektion werfen und auch eine Waffe in die Hand nehmen. „Das war schon cool“, sagte Lee-Ann Twardowski. Dass die Vorführung ihre Wirkung nicht verfehlte, merkte man anschließend. „Klar, jetzt wollen wir Polizistinnen werden“, sagten die Gadebuscherinnen. Doch noch sind es mindestens fünf Jahre, ehe eine berufliche Ausbildung ansteht. „Es wäre schön, wenn sich die eine oder andere für die Polizeiarbeit interessiert, aber bis dahin kann noch viel passieren“, so André Falke.


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