Nordwestmecklenburg : Orkan Niklas hatte uns fest im Griff

Auch in Gadebusch kämpfte die Feuerwehr mit den Folgen von Niklas.
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Auch in Gadebusch kämpfte die Feuerwehr mit den Folgen von Niklas.

Einsatzkräfte überall im Einsatz /Stromausfälle gab es allerdings kaum

svz.de von
02. April 2015, 00:01 Uhr

Dachziegel flogen gefährlich durch die Luft. Jahrzehntealte Bäume knickten um wie Streichhölzer, blockierten Wege und Straßen, zerstörten Gartenhäuser. Orkantief Niklas hinterließ in der Nacht zu gestern auch in Nordwestmecklenburg seine Spur und hielt Bevölkerung als auch Einsatzkräfte in Atem.

So wurden auch die Mitarbeiter der Polizeiinspektion Wismar zu zahlreichen Einsätzen im Zusammenhang mit dem Orkantief gerufen. Insgesamt zählte die Polizei 14 Bäume, die auf die Straßen im Gebiet des Landkreises Nordwestmecklenburg gefallen waren. Die Polizei sicherte die Gefahrenstellen bis zur Beseitigung der Bäume ab.

In der Hauptstraße in Dalberg fiel gegen 17.45 Uhr ein Ast auf die Windschutzscheibe eines dort fahrenden Pkw. Und gegen 18 Uhr kollidierte zwischen Schildetal und Söhring ein VW-Fahrer mit einem Baum.

Auch in der Hansestadt Wismar entstanden durch die starken Orkanböen Schäden. So wurde ein in der Altstadt parkender Pkw durch herabfallende Dachziegel beschädigt, Teile der Dachverdeckung eines Hauses im Stadtteil Kagenmarkt drohten herabzufallen, Baugerüste drohten umzustürzen und Bauzäune stürzten zum Teil um.

Auf der A 20 wurde gegen 19.00 Uhr ein Lkw zwischen der Anschlussstelle Wismar-Mitte und dem Autobahnkreuz Wismar von einer Orkanböe erfasst und geriet dadurch nach rechts von der Fahrbahn ab in die Bankette. Diese wurde dadurch beschädigt. Zur selben Zeit stellte eine Funkwagenbesatzung an einer Kreuzung zwischen Gottmannsförde und Herren Steinfeld ein umgeknicktes Stoppschild fest. An dieser Kreuzung kippte auch eine Weide um, die dabei ein weiteres Verkehrsschild beschädigte und den Radweg blockierte.

Erwähnenswerte Störungen im Bereich der Stromversorgung gab es in unserer Region kaum. „Lediglich in Klein Rünz war eine Stromleitung des Ortsnetzes gerissen. Die Region zwischen Gadebusch, Mühlen Eichsen und Rehna ist hier glimpflich davongekommen“, sagte Stephan Rudolph-Kramer von der Wemag in Schwerin. Der Orkan Niklas ließ flächendeckend im Netzgebiet der Wemag Netz GmbH Bäume umknicken. Dadurch wurden zum Teil Leiterseile zerrissen oder Traversen an den Freileitungsmasten abgebrochen.

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