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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

20. September 2017 | 04:10 Uhr

Gadebusch : Opfer von blinder Zerstörungswut

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Ein neues Kombi-Spielgerat auf dem noch nicht fertiggestelltem Spielplatz am Burgsee wurde angesägt. Die Stadt Gadebusch sucht nach Zeugen.

svz.de von
erstellt am 21.Jul.2017 | 20:55 Uhr

Bauhof-Mitarbeiter Torsten Balk traut seinen Augen kaum: In einem Kunststoffteil der Rutsche des nagelneuen Kombi-Spielgeräts klafft ein frischer, mehrere Zentimeter tiefer Schnitt. Dabei ist der neu gestaltete Spielplatz am Burgsee eigentlich noch gar nicht freigegeben. „Als wir hier gearbeitet haben, kam eine Gruppe von Kindern und fragte uns, ob sie schon mal auf das neue Spielgerät dürfen. Wir haben ihnen das erlaubt und die haben das dann entdeckt und uns darauf hingewiesen“, berichtet Torsten Balk. Er und sein Kollege, die in diesen Tagen die Restarbeiten an dem Spielplatz ausführen, glauben nicht an einen Einzelfall. „Das wird hier öfter vorkommen, dass etwas beschädigt wird. Dafür ist das einfach zu weit ab vom Schuss“, sind sich beide sicher.

Bauamtsleiterin Rommy Elßner will das nicht so einfach hinnehmen. Sie ist geschockt über den Vandalismus und bittet um Zeugenhinweise. „So etwas ist kein Dumme-Jungen-Streich, das ist eine Straftat“, stellt die Verwaltungsbeamtin klar.

Es hat im Vorfeld lange Debatten und unterschiedliche Meinungen über die Neugestaltung des Spielplatzes gegeben (die SVZ berichtete mehrfach). Gerade die Befürchtung, dass an diesem abgeschiedenen Ort kaum der mutwilligen Zerstörung Einhalt geboten werden kann, scheint sich nun zu bestätigen. Trotzdem hat sich die Mehrheit der Stadtvertreter entschlossen, statt der dort bisher befindlichen Kunstfiguren aus Holz, neue Spielgeräte aufzubauen. „Es ist traurig, dass so etwas passiert. Aber ich glaube nicht, dass man auch andernorts davor gefeit ist. Und wir wissen das ja auch aus Erfahrung, Vandalismus kommt überall vor“, sagt Günter Blankenberg vom Kultur- und Sozialausschuss, der sich intensiv mit der Neugestaltung des Spielplatzes beschäftigt hat. Sein Vorsitzender sieht sich in seiner Ansicht bestätigt: „Das hat uns gerade noch gefehlt. Ich bin ja nicht schadenfroh, aber genau das ist es, weshalb ich dagegen war, die neuen Spielgeräte dort aufzubauen“, erklärt Klaus Leuchtemann.

Mehrere tausend Euro hat das zehn Meter lange und 3,80 Meter hohe Spielgerät mit Namen „Karin“ die Stadt gekostet. Eine Investition, die bereits an Wert verloren hat, bevor sie richtig genutzt werden kann.

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