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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. November 2017 | 06:50 Uhr

Abzocke : Ominöser Doktor verspricht Millionen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Per Mail sollen Bürger persönliche Daten an mutmaßliche Betrüger senden

von
erstellt am 20.Okt.2014 | 23:12 Uhr

Mit dem falschen Versprechen eines Millionengewinns versuchen mutmaßliche Kriminelle, Einwohner Nordwestmecklenburgs zu schädigen. So wurden E-Mails mit dem Absender „Dr. Frederik Johan“ versendet, um an persönliche Daten von Bürgern zu gelangen.

Die Daten werden benötigt, um in einem nächsten Schritten „Gebühren“, von zum Teil bis zu mehreren tausend Dollar oder Euro zu fordern. Davor warnt Axel Köppen von der Kriminalpolizei in Wismar. „Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, werden dann gefälschte Papiere von Behörden oder Rechtsanwälten vorgelegt“, sagte Köppen auf SVZ-Anfrage.

Typisch seien in solchen Schreiben Geschichten mit Versprechen in Millionenhöhe. So wie im aktuellen Fall des „Dr. Frederik Johan“. Er gaukelt den Leuten vor, dass ein amerikanischer Geschäftsmann namens Stephen Richard mit seiner Familie bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ist. Er hinterließ 15 Millionen Pfund. 40 Prozent dieser Summe könnte nun jemand aus Nordwestmecklenburg erhalten.

Wer solche Schreiben erhält, sollte auf keinen Fall antworten oder irgendwelche persönlichen Daten übermitteln. „Vereinbaren Sie keinesfalls irgendwelche Treffen. Reisen Sie zum Abschluss solcher ,Geschäfte’ keinesfalls ins Ausland“, rät Axel Köppen.

Der ominöse Doktor gibt vor, im Nordwesten Londons für eine Investment Bank tätig zu sein. Anhand seines E-Mail-Absenders wird deutlich, dass die verschickten Nachrichten aus Indonesien stammen könnten.

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