Gadebusch : Oldtimer erobern Fanherzen

<p>Der Pokrenter Harald Haegele und sein Fahrgast Lia versuchten sich beim Pflügen in Pokrent.</p>
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Der Pokrenter Harald Haegele und sein Fahrgast Lia versuchten sich beim Pflügen in Pokrent.

Traktoren und Autos vergangener Jahrzehnte in Gadebusch und Pokrent präsentiert. Auch Elektroautos wurden vorgestellt

svz.de von
01. Mai 2017, 21:00 Uhr

Die Liebe zu vierrädrigen Fahrzeugen aus längst vergangenen Jahrzehnten ist auch in Gadebusch und Pokrent ungebrochen. Sowohl zum dritten Oldtimer Feldtag in Pokrent als auch zum ersten Old- und Youngtimertreffen an der Station Burgsee in Gadebusch kamen hunderte Schaulustige, um sich die „Mustangs“, „Lanz Bulldogs“ oder „Porsche“ anzuschauen.

„Der Tag ist so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt habe. Auch das Wetter hat hervorragend mitgespielt. Zwar gab es beim ersten Mal noch kleinere logistische Probleme, aber ich bin mir sicher, dass wir das wiederholen werden“, sagte Martin Burtzlaff, Geschäftsführer der Station Burgsee in Gadebusch.  Denn es kamen am Ende so viele Fans alter Fahrzeuge, dass der Platz beim angebotenen Brunch nicht ausreichte. „Wir fühlen uns hier wohl und freuen uns, wenn wir hier unsere Fahrzeuge zeigen können“, erklärte Christian Schlei. Der Wismarer war mit einem Ford Mustang Baujahr 1965 gekommen und freute sich auf neugierige Besucher. „Ich habe das Fahrzeug zweieinhalb Jahre restauriert. Er hat sogar den originalen Farbton wiederbekommen“, erklärte der 29-Jährige.

Auch André Wiek aus Gägelow kam mit einem Mustang und nutzte den Brunch zur Stärkung. „Ich habe eine eigene Kfz-Werkstatt und mir macht das restaurieren von alten Autos viel Spaß. Am liebsten die alten VW Käfer. Diesen Mustang hier habe ich allerdings so fertig gekauft“, sagte der 39-Jährige, der seinen Ford Mustang aus dem Jahre 1969 ebenfalls zur Schau stellte.

Doch nicht nur alte Fahrzeuge waren am Bahnhof zu sehen. So kam der Lübecker Dirk Dönges mit zehn weiteren Fahrzeug-Besitzern und deren hochmodernen Elektroautos der Marke Tesla nach Gadebusch. „Ich bin der Meinung, dass diese Elektroautos in der Region unterpräsentiert sind, gerade in Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb bin ich hier mit weiteren Tesla-Besitzern hergekommen, um Fragen zu beantworten und die Autos mal zu zeigen“, sagte er.

Weniger hochmodern, dafür zum Teil sogar noch mit Muskelkraft, ging es hingegen auf dem Acker von Claus Brügmann in Pokrent zu. Hier hatten sich neben vielen zwei- und vierrädrigen Schaufahrzeugen auch 36 Traktorenbesitzer gefunden, die mit ihrer Maschine das Pflügen ausprobieren wollten.

„Wir haben zwei Flächen zur Verfügung gestellt. Da einige den Pflug sogar handbetrieben steuern müssen, wären große Flächen nicht gut. Daher gibt es eine Fläche mit einer Strecke von 50 Metern und eine mit 400 Metern“, erklärte der Organisator. Der 50-Jährige hatte sich vor einigen Jahren den Nachfragen einiger Bekannter gebeugt und den „Oldtimer Feldtag“ ins Leben gerufen. „Wer sonst als ein Landwirt kann so einen Tag veranstalten. Da mir das Spaß macht, ging es vor drei Jahren los“, erklärte der Pokrenter, der für jeden Teilnehmer eine Urkunde parat hatte. „Eine Leistungsprüfung gibt es nicht. Das wäre zu aufwendig. Und so haben die Leute hier auch Spaß“, sagte Brügmann, der den Acker nun zur Maisbestellung nutzen wird.

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