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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. November 2017 | 00:29 Uhr

Autoschau : Oldtimer düsen durch Wismar

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

21 Dixis fahren noch bis Sonntag durch die Ostseeregion.

Werner John aus Kyritz sorgte mit seinem Dixi, DA2 Cabrio aus dem Jahre 1929 als erster für die besondere Aufmerksamkeit am Alten Hafen der Hansestadt. Ihm folgten gestern Vormittag gegen 9.30 Uhr weitere 20 Fahrzeuge dieser historischen Baureihe aus den Jahren zwischen 1927 bis 1932. Es waren einst die ersten Autos, die von BMW gebaut wurden. Und alle reihten sie sich adrett auf, auf einer Schnur wie Perlen aufgezogen, an der Kaikante der Stockholm-Pier.

Inszeniert wurde die lebendig bunte Schau historischer Fahrzeuge von der bundesweit agierenden Dixi-Interessengemeinschaft, die etwa 120 Mitglieder zählt. Am Vortag trafen sie die mobilen Traditionspflegern bereits auf Poel, machten dort im Gutshaus Kaltenhof Station, um von dort noch bis Sonntag Ausfahrten in die Region zu unternehmen. Die weiteste Anreise zu diesem Treffen hatte zweifellos Martin Kopplinger nebst Gattin Marianne. Sie kamen mit ihren knallgelben Dixi direkt aus Österreich angefahren und hatten so mehr als 1000 Kilometer bis an die Ostseeküste zurückgelegt. „Allerdings nicht auf Dixi-Achse sondern auf einem Hänger, denn sonst wären wir schon wegen der Autobahnen bei Tempo 50 bis 70 zum Verkehrshindernis geworden“, so der 70-jährige Finanzbeamte im Ruhestand.

Aus Brandenburg präsentierten sich Heinz Brademann und Norbert Lautsch im nostalgisch angepassten Outfit ihres Fahrzeuges von 1927. Ihnen gleich tat es Günter Reimer aus dem niederbayrischen Simbach bei Landau. Die Frage, ob es für so ein Fahrzeug nicht starke Nerven braucht, schmetterte er im spaßigen Ton spontan mit: „Fährt sich wie ein Neuwagen.“ Gewiss ein gewagter Vergleich in Anbetracht der Schlappen 15 PS des 750 ccm Motors, dem kaum leicht zu betätigenden Schalthebel, einem recht langen Bremsweg, Handkurbel zum Anlassen und dem nur zehn Zentimeter langen, mechanischen Fahrtrichtungsanzeiger. Doch für Dixi-Enthusiasten sollte man dies gelten lassen. Nicht umsonst stand auf den Tour-Plaketten an den Kühlern vermerkt: „Mit de ganze Moel up Poel“.

Während das „Fahrerlager“ nebst Begleitung den zweistündigen Zwischenstopp für einen Koggentörn in die Wismarbucht nutzte, zog es vor allem gestandene Technikfreunde dieser betagten Fahrzeuge in den Hafenbereich. Nach Seeluft-, sowie Kaffe- und Eintopfstärkung an Bord ging es für die „Dixianer“ im gemütlichen Tempo weiter bis nach Tarnewitz und Boltenhagen.

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