Musikzauber : Ohne Namen, aber mit viel Stimme

Chorleiter Sven Walter sorgt dafür, dann auch alle Sängerinnen und Sänger die richtigen Töne treffen.
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Chorleiter Sven Walter sorgt dafür, dann auch alle Sängerinnen und Sänger die richtigen Töne treffen.

15 Sänger und Sängerinnen mischen die Gadebuscher Musiklandschaft auf

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08. Dezember 2014, 00:39 Uhr

Einige kennen sie von Geburtstagsfeiern, Hochzeiten oder eben öffentlichen Auftritten wie jetzt am Wochenende in der Gadebuscher Museumsscheune. Die Sängerinnen und Sänger des „Chors ohne Namen“ machen aber auch über die Stadtgrenzen hinaus auf sich aufmerksam. „Wir haben bereits im Schweriner Schloss gesungen und selbst auf dem Lübecker Weihnachtsmarkt“, erzählt Claudia Fromm. Sie und Bianka Priehn gehören unter anderem zu den Gründungsmitgliedern des Chores. Denn schon 2008 haben sich die ersten Sänger zusammengefunden. „Es war eine Anzeige in der Zeitung. Die Initiative ging damals noch vom Pegasus-Verein aus“, erzählt die Gadebuscherin. Acht Mitstreiter hatten sich damals zum Chor zusammengeschlossen. Nach einem Jahr wechselten sie ihren Chorleiter. Berufsmusiker Sven Walter sorgt seitdem dafür, dass die 15 Damen und Herren die richtigen Töne treffen. „Das Schöne an diesem Chor ist es, dass wirklich alle mit voller Begeisterung dabei sind. Man muss niemanden motivieren und sie sind immer alle mit vollem Einsatz dabei“, erzählt der Chorleiter.

Vor allem sind seine Schützlinge mit den Jahren so selbstständig, dass sie auch ganz ohne ihren Mentor auftreten, Konzerte annehmen und auch durchziehen. „Wir haben bei vielen Lieder ein Halbplayback, dass macht es möglich“, wirft Sven Walter ein. Er scheint sehr stolz auf die Leistung, wenn gleich es auch nicht immer einfach sei, neue Ideen unterzubringen. „Volkslieder mögen wir gar nicht. Also wir singen auch mal eins, aber wir sind eben kein typischer Chor“, sagt André Richert. Sie seien eben etwas peppiger und mögen es auch gern mal etwas außergewöhnlich. Und so kommt es durchaus vor, dass Sven Walter eigens für den Chor ein Lied komponiert und auch einen Text schreibt.

Beim Thema Namen kann er sich jedoch nicht durchsetzen. „Es bleibt bei ,Chor ohne Namen’, denn das ist doch gut“, meint Marion Rohde. Und schon gibt es Widerspruch aus den eigenen Reihen. Von Lavendel ist sogar die Rede. Es ist doch ein Thema, was wohl vorerst auf Eis gelegt wird: Es bleibt beim „Chor ohne Namen“. Einig sind sich alle jedoch, dass gern noch weitere Sänger dazukommen können. Immer mittwochs um 19.30 Uhr finden die Proben im Hort Gadebusch statt. Freuen würden sich die Chormitglieder aber auch über ein bisschen finanzielle Unterstützung, sodass sie sich einen Satz Mikrofone anschaffen können. Dann sei es auch kein Problem, beispielsweise auf dem Weihnachtsmarkt oder anderen öffentlichen Veranstaltungen aufzutreten.

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