Weihnachtsmusik : Oh Tannenbaum war gestern

Musikschullehrer Rainer Joop (hinten) sorgt mit den Schülern auch für die instrumentelle Begelitung.
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Musikschullehrer Rainer Joop (hinten) sorgt mit den Schülern auch für die instrumentelle Begelitung.

Schülerinnen und Schüler des Gadebuscher Gymnasiums proben für das Weihnachtskonzert: Der nötige Pepp darf nicht fehlen

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04. Dezember 2014, 00:36 Uhr

Das Grundgerüst scheint klar: 21 Mal „Feliz Navidad“ und neunmal „I wanna wish you a Merry Christmas“. Bis es aber wie der spanische Weihnachtsklassiker klingt, sind einige Übungsstunden nötig. Gleich nach den Herbstferien haben Rainer Joop und Ulrike Birke mit den Chorproben begonnen. Mittlerweile betreuen die Musiklehrer des Gymnasiums 50 Schülerinnen und Schüler. „Wir haben in diesem Jahr wieder einen Chor mit Schülern von der achten bis zur zwölften Klasse, es sind wirklich alle Altersstufen vertreten“, sagt Ulrike Birke.

Mit der Leistung ihrer Schützlinge sind die beiden zufrieden, geben sich aber dennoch bescheiden: „Für einen sehr guten Chor bräuchten wir mehr Übung. Momentan laufen die Proben im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts. Zudem sind wir keine Spezialschule und keine Schülerin und kein Schüler hat eine Gesangsausbildung“, erklärt Rainer Joop.
Das Ergebnis ist aber dennoch beeindruckend. Denn die meisten Lieder erklingen vierstimmig, wenn das Lehrer-Duo den Takt angibt.

Um die Schüler bei der Stange zu halten, darf der nötige Pepp nicht fehlen, sind sich beide einig. So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass beim spanischen Weihnachtsklassiker „Feliz Navidad“ die Version von Michael Bublé als Grundlage dient. „Wir singen nie die gleichen Lieder wie im Vorjahr. Es muss also immer wieder etwas Neues her und das ist gerade beim Chor gar nicht einfach. Manchmal sind es aber auch nur neue Sätze“, erläutert Joop.


Kartenverkauf beginnt schon morgen


So langsam steigt die Nervosität bei allen, denn bis zum großen Auftritt am 12. Dezember in der Aula der Schule ist es nicht mehr lange. Und schon am morgigen Freitag startet der Kartenverkauf. „Immer in den großen Pausen gibt es die Eintrittskarten im Hausmeisterbüro“, betont Ulrike Birke. Lediglich wenige Restkarten könnten erfahrungsgemäß noch an der Abendkasse erworben werden. „Meistens sind die 300 Tickets auch kurz vor Konzertbeginn alle weg“, fügt sie hinzu.

Doch bis der erste Konzertton erklingt, stehen noch einige Übungseinheiten auf dem Plan der Chormitglieder. Gefährlich werde es nur, wenn die Erkältung umgeht. Doch selbst bei Fieber und starkem Schnupfen kennen manche Schüler kein Pardon und kommen trotzdem zum Auftritt. „Um die Stimme zu schonen, empfehlen wir einen Schal um den Hals, Bonbons mit Honig und Salbeitee“, sagt Rainer Joop.

Wenn am 12. Dezember die letzten Töne von „Oh du fröhliche“ erklingen, sind auch die Musiklehrer erleichtert: „Dann kann Weihnachten werden!“

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