Woitendorf : Offener Garten rettet den Bücherbus

Ein „grüner“ Termin: Herbert (l.) und Maren  Riege (r.) erklären Gästen ihre Pflanzenwelt. Foto: Felix Alex
Ein „grüner“ Termin: Herbert (l.) und Maren Riege (r.) erklären Gästen ihre Pflanzenwelt. Foto: Felix Alex

Besucher, die sich am Wochenende auf dem Anwesen der Rieges in Woitendorf einfanden, leisteten einen Beitrag zur Erhaltung des Bücherbusses. Die Teilnahme an der Aktion "Offene Gärten" sollte diesem Zweck dienen.

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11. Juni 2012, 11:07 Uhr

Woitendorf | Jeder Besucher, der sich am Sonnabend oder Sonntag auf dem Anwesen der Rieges in Woitendorf einfand leiste, machmal ohne es zu wissen, einen großen Beitrag zur Erhaltung einer Bildungseinrichtung.

"Unsere Teilnahme an der Aktion ,Offene Gärten Mecklenburg-Vorpommern ist nicht der Selbstdarstellung geschuldet, sondern soll einem guten Zweck dienen", so Herbert Riege, der zusammen mit seiner Frau Maren den Besuchern mit Informationen zur Seite stand. Vor drei Jahren hatten die beiden, die vor 15 Jahren das Grundstück in Demern, Ortsteil Woitendorf, übernahmen, zum ersten Mal an der Aktion teilgenommen. Und das aus dem selben Grund, wie aktuell. "Die Gemeinde war nicht mehr in der Lage die Kosten für den Bücherbus zu tragen, deshalb haben wir einen Verein zu dessen Erhalt gegründet", so die Vereinsvorsitzende Svenja Hopf, die an diesem Tag die Kasse vor dem alten Anwesen verwaltete. Die Rieges waren von Anfang an Zugpferde im Verein und haben angeboten, die Besucher im Rahmen dieser Aktion in ihren privaten Garten zu lassen, so Hopf weiter. Diese erste Teilnahme hat so viel Geld eingebracht, dass die Einrichtung, die mit Büchern,CDs und Zeitschriften beladen die Dörfer bereist, drei volle Jahre finanziert werden konnte. "Jetzt neigen sich die Gelder langsam dem Ende entgegen. Deshalb ist heute wieder geöffnet", ergänzt Hopf.

Doch auch wenn der Grund für die Teilnahme der Bücherbus war, so drehte sich an den beiden Tagen doch alles um den Garten und die Besitzer. Egal ob im Gemüse- und Obstgarten oder im sogenannten "weißen Garten", überall konnten die Gäste sich Anregungen holen und mit Gleichgesinnten persönliche Erfahrungen austauschen. "Unser Grundgedanke war, uns mit Gemüse und Fleisch selbst zu versorgen und das haben wir auch geschafft", so Maren Riege, die die Gäste mit den Worten "Willkommen in unserem Garten. Ich bin die Gärtnerin, wenn sie Fragen haben wenden sie sich bitte an mich", begrüßte. Neben diversen Rosen, Clematis und Staudenbeeten konnten auch die auf den Weiden hinter dem Anwesen grasenden Schafe und Galloway-Rinder betrachtet werden. Zusätzlich lud die renovierte Fachwerkscheune mit selbst gebackenem Brot und Kuchen ein.

Einen besonderen Platz für ihren Kaffee hatten sich Max und Ulrike Jähler aus Gadebusch ausgesucht. An einer frei auf der Wiese stehenden Kaffeetafel hatten beide Platz genommen und genossen ihr Stück Kuchen. "Wir haben zwar auch einen Garten, aber wo hat man schon so einen wunderschönen Ausblick", so Ulrike Jähler. "Wir wollen einfach etwas schönes sehen und dafür ist es die richtige Jahreszeit und diese Aktion eine tolle Gelegenheit", ergänzt Max Jähler.

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