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Feuerwehr in Rehna : Nur stetes Üben bringt Sicherheit

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

70 Einsatzkräfte der Feuerwehr proben Rettungsabläufe und Zusammenarbeit bei einem Evakuierungs-Szenario im Seniorenheim

svz.de von
erstellt am 02.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Für Klaus Wanzenberg ist es selbstverständlich, dass er bei der Einsatzübung mitmacht. „Ich bin 55 Jahre Mitglied bei der Feuerwehr“, sagt der 69-Jährige nicht ohne Stolz. Allerdings nimmt das Mitglied der Ehrenabteilung diesmal als zu rettende Person an der Übung teil – seit zwei Jahren lebt der Rentner selbst im Seniorenheim Haus am Wiesengrund. Es ist die dritte in so großem Rahmen, die in dieser seit 1995 bestehenden Einrichtung stattfindet. Die Einsatzleitung hat der Stiefsohn von Klaus Wanzenberg, Henry Wanzenberg. „Wir haben diesmal 70 Kräfte im Einsatz. Es handelt sich um das Szenario einer Rauchentwicklung im Keller des Gebäudes in dessen Folge 26 Bewohner gefunden und evakuiert werden müssen“, erklärt der Rehnaer Amts- und Stadtwehrführer in Personalunion.

Trainiert wird dabei von den Kameraden der Feuerwehren aus Rehna, Holdorf-Meetzen, Wedendorfer See, Groß Rünz, Demern und Carlow sowie der Führungsgruppe vom Amt Rehna das koordinierte Vorgehen. Nahezu alle verfügbaren Rettungsmittel wie Drehleiter und diverse Ausführungen von Tragen kommen genauso zum Einsatz wie Atemschutzgeräte und die Ausrüstung zur Bergung aus geschlossenen Räumen.

Die zu evakuierenden Personen wurden vorwiegend von den Mitgliedern der Jugendfeuerwehren gemimt. Neben Alt-Feuerwehrmann Klaus Wanzenberg haben sich lediglich zwei weitere der insgesamt 77 Heimbewohner an der Übung beteiligt. „Das kann man unseren Bewohnern auch nicht zumuten – aber trotzdem: Das ist enorm wichtig, dass so etwas trainiert wird. Schließlich haben wir hier viele mobilitätseingeschränkte Personen“, freut sich der Geschäftsführer Norman Bornhöft darüber, dass die Feuerwehr seine Pflegeeinrichtung für diese Übung ausgewählt hat. Dabei werde es aber nicht bleiben, so Bornhöft. „Für unsere 45 Mitarbeiter stehen in den kommenden Wochen praktische Übungen mit dem Feuerlöscher auf dem Programm“, verrät der Geschäftsführer der Bornhöft Alten- und Pflegeheim Betriebs- GmbH.

Für den Einsatzleiter hat diese Übung wichtige Erkenntnisse gebracht, welche in den kommenden Tagen umfangreich ausgewertet werden müssen.

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