Biohof Hoher Schönberg : Nur das Beste von Mutter Natur

Moritz Ahlhorn prüft die Reife des Leindotter, eine hochwertige Ölsaat. Immer mit dabei ist Söhnchen Jonte (1).  Fotos: Peter Täufel
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Moritz Ahlhorn prüft die Reife des Leindotter, eine hochwertige Ölsaat. Immer mit dabei ist Söhnchen Jonte (1). Fotos: Peter Täufel

Biohof Hoher Schönberg setzt auf naturbelassene Produktion und Veredelung von Lebensmitteln sowie deren Selbstvermarktung

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14. August 2016, 20:15 Uhr

Er ist nicht zu übersehen, der Biohof Hoher Schönberg, der an selbiger Erhebung liegt. Egal ob man nun aus Richtung Klütz oder Dasso kommt. Immerhin 25 Hektar Land, Acker und Weiden umgeben den Alleinhof.

„Wir betreiben auf der Fläche rein biologischen Acker- und Gartenbau sowie Viehhaltung“, sagt Moritz Ahlhorn, einer der Teilhaber des Unternehmens. Das besteht insgesamt aus drei Ackerbau- und Viehzuchtbetrieben, einer Ölmühle und dem Hofladen. Neben Ahlhorn sind Besitzer Jörg Altmann, ehemaliger Kreistagsabgeordneter der Grünen, und dessen Frau Arne Graetsch an dem Projekt beteiligt. Letztere betreibt zusätzlich die Rosenbaumschule, die vielen von der jährlichen Veranstaltung „Offene Gärten“ bekannt ist. In der veredelt und vermehrt sie vor allem alte, historische Duftrosen.

Das Hauptaugenmerk liegt jedoch in der Produktion von Nahrungsmitteln. „Wir bieten in unserem Hofladen alles an, was Acker und Garten für gewöhnlich hergeben. Also von der Kartoffel über die verschiedenen Kohlsorten, Möhren, Gurken, Hülsenfrüchte, und so weiter“, sagt Ahlhorn. Hinzu kommen noch diverse Kräuter und Korn, wie Roggen und Dinkel, welches die Kunden nach vorheriger Anmeldung in der hofeigenen Natursteinmühle zu Mehl mahlen lassen können. Nur mit Tomaten und Paprika könne man nicht dienen, ein Gewächshaus sei nicht vorhanden.

Bei Fleisch, Wurst, Milch, Käse und Eiern von den Schweinen, Rindern, Ziegen, Schafen und Hühnern gibt es hingegen nur eine überschaubare Auswahl und Menge. „Wir haben hier natürlich keine Massentierhaltung. Mit Kälbern und Bullen insgesamt neun Rinder. Zwei Kühe und acht Ziegen werden handgemolken. Und bei den Schweinen betreiben wir vor allem die Ferkelproduktion für Biomastbetriebe“, erklärt Moritz Ahlhorn, der von Haus aus gelernter Krankenpfleger ist. So kämen im Jahr kaum mehr als vier Tiere zum ökozertifizierten Schlachter Tauscher nach Boddin. Sämtliches Futter für die Tiere komme aus Eigenproduktion, so der Landwirt.

„Großen Wert legen wir auch auf die Veredlung unserer Produkte“, sagt Ahlhorn und meint damit in erster Linie die Herstellung vielfältiger Obstweine. „Wir bauen neben Äpfeln, Birnen, Kirschen, Pflaumen und Pfirsichen auch alle Beerenobstsorten an. Was nicht frisch verkauft wird, daraus wird Wein gemacht“, berichtet der Bio-Landwirt schmunzelnd.

Ein weiterer wichtiger, wenn nicht gar der erfolgreichste Zweig des Unternehmens, ist die Ölmühle. In ihr werden die verschiedensten selbst angebauten Ölsaaten gepresst. „Das ist aber kein gewöhnliches Kaltpressen, sondern die Herstellung von absolut hochwertigen Rohkost-Ölen“, erklärt Ahlhorn. So werde durch eine spezielle Kühlung dafür gesorgt, dass die Temperatur beim Pressen, anders als herkömmlich, niemals über 40 Grad Celsius ansteige. Dadurch würden keinerlei Inhaltsstoffe, besonders nich die mehrfach ungesättigten Fettsäuren zerstört. Mit diesen Ölen werden auch andere Läden der Umgebung direkt beliefert. Ansonsten werden alle Produkte aus dem Bio-Hofladen auch an die Kunden versendet.

Nächstes Ziel der 13 Mitarbeiter um Altmann, Graetsch und Ahlhorn: Der Bau einer Käsekammer. Dann kann auch dieser selbst hergestellt werden.

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