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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. Oktober 2017 | 01:41 Uhr

Nordwestmecklenburg : Notlandung auf dem Acker

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Pilot aus Rendsburg muss nach Maschinenschaden seine Piper auf einem Acker zwischen Krembz und Groß Salitz notlanden

svz.de von
erstellt am 15.Okt.2015 | 00:15 Uhr

Mit dem Schrecken davon kam ein 48-jähriger Pilot einer Piper PA-32R-301 am Sonnabend gegen 13 Uhr. Er musste mit seiner Maschine auf einem Acker zwischen Krembz und Groß Salitz notlanden.

Der Pilot hatte das Flugzeug zuvor aus der Werkstatt in Parchim geholt und war auf dem Flug nach Rendsburg. Nach SVZ-Informationen setzte nach einer halben Stunde Flugzeit das Getriebe in etwa 900 Metern Höhe komplett aus und zwang den Piloten zur Notlandung. Dabei brach das hintere Fahrwerk ab, doch das Flugzeug landete und der Pilot blieb unverletzt. Nun untersucht das Luftfahrtbundesamt den Vorfall. Das Flugzeug wurde abtransportiert.

Der Groß Salitzer Christoph Entelmann arbeitete gerade am Dach seines Hauses, als er plötzlich ein eigenartiges Geräusch in der Luft hörte und nach oben schaute. „Es war ein Motorengeräusch, aber es stotterte und setzte immer wieder aus. Das war schon eigenartig“, erzählte der Gadebuscher Verwaltungsfachangestellte.

Nur Sekunden später schoss ein Kleinflugzeug genau über das am Dorfrand von Groß Salitz gelegene Haus und näherte sich unaufhaltsam dem Ackerboden. „Ich habe nicht schlecht gestaunt, als das Flugzeug plötzlich auf dem Acker aufsetze. Da sich die Tür nicht gleich öffnete, bin ich herübergelaufen“, erzählte Christoph Entelmann. Der legte die gut 400 Meter im Sprint zurück, fand aber schließlich doch den Piloten unverletzt vor. „Da war ich froh und wir haben erst einmal etwas erzählt“, so der Groß Salitzer. „Dann haben wir ein paar Fotos von uns und dem Flugzeug gemacht. Der Pilot war erstaunlich unbeeindruckt von der Sache“, sagte der Salitzer. Wenig später rückten auch die Kameraden der Krembzer Feuerwehr und die Sanitäter mit ihrem Rettungswagen an. Doch während die Sanitäter nicht eingreifen brauchten, waren die Feuerwehrmänner und -frauen für anstehende Bergungsaufgaben gefordert. Keine leichte Aufgabe, denn nicht jeden Tag gilt es ein Kleinflugzeug vom Acker zu holen, so die Wehr. Drei Stunden nach der Notlandung war das Flugzeug aber abtransportiert.

 

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