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Tourismus in Gadebusch : Nordwest-Urlaubskatalog ohne Münzstadt

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Landkreis wünscht sich Engagement der Münzstadt. Bürgermeister Howest und Kulturausschuss-Vorsitzender sind nicht abgeneigt

svz.de von
erstellt am 06.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Stellen Sie sich vor, es ist Urlaubszeit, die Touristen aus Nah und Fern strömen ins Land wo die Seele lächelt – doch an Gadebusch strömen sie einfach vorbei. Nun, ganz so schlimm wird es in der Münzstadt schon nicht kommen. Aber Klappern gehört nun mal zum Handwerk. Und da könnte Gadebusch nach Auffassung von Christine Stellmacher ruhig etwas lauter klappern.

Betrübt blättert die Tourismus-Beauftragte des Landkreises durch den Urlaubskatalog des Nordwestens. Knapp 90 Seiten Urlaub in Nordwestmecklenburg. Insgesamt 20  000 Exemplare. Mit dabei: Grevesmühlen, Schönberg, Rehna, Warin – Orte im Hinterland der Ostseeküste, die mit zumindest einer Imageseite in dem vom Landkreis herausgegebenen Werk publik sind. Von der Münzstadt indes fehlt – mit Ausnahme einer ganzseitigen Anzeige des Historischen Bahnhofs – jede Spur. „Es gibt bestimmt einiges über Gadebusch zu berichten. Schade, dass die Stadt in diesem Urlaubskatalog hinten rüber fällt“, sagt Christine Stellmacher. Dabei sei das vor ein paar Jahren noch anders gewesen.

„Stimmt. Aber die Stadt hatte sich davon zurückgezogen, weil auch die ortsansässigen Betriebe kein Interesse an einer Publikation gezeigt hatten“, erinnert sich Klaus Leuchtemann. Das Dilemma aus seiner Sicht, aus dem Blickwinkel eines Hoteliers: „Für uns als kleines Hotel ist das uninteressant. Die Einträge können wir als kleines Haus nicht bezahlen.“ Und auch, dass die Kataloge auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin verteilt werden, ist für ihn kein Argument. Hotelier Leuchtemann: „Das ist doch ein Papierweggeschmeiße ohne Ende. Weil’s nichts kostet, nehmen die Rentner die Kataloge tonnenweise mit und schmeißen sie zu Hause wieder weg.“ Verdienen würden daran nur diejenigen, die das Ganze drucken.

Als Vorsitzender des Kulturausschusses indes sieht Leuchtemann die Sachlage etwas anders: „Für die Stadt könnte sich das lohnen. Für das Jahr 2018 sollten wir darüber reden.“ Meint übrigens auch das Stadtoberhaupt. Ulrich Howest: „Wir sollten die Gründe überprüfen, die dazu geführt haben, dass wir uns an dem Katalog nicht mehr beteiligen und für die Zukunft wieder über ein solches Engagement nachdenken.“

 

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