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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

20. November 2017 | 20:17 Uhr

Schönwolde : Nordmanntannen sind der Renner

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Forstbetrieb verkauft jährlich fast 3000 Weihnachtsbäume

svz.de von
erstellt am 16.Dez.2014 | 23:09 Uhr

Hier würden sich der Weihnachtsmann und seine Helfer wohl genauso wohl fühlen wie am Nordpol: Auf gut sieben Hektar Ackerland hat Frank Diers fast 50 000 Weihnachtsbäume stehen. Jährlich gehen fast 3000 an private Leute, Firmen oder in den Handel.

Seit 1994 verkauft der gebürtige Giffhorner Weihnachtsbäume in Schönwolde. Früher waren es Blaufichten, doch seit Jahren sind Nordmanntannen der Renner. „Das hat sich stark geändert in den vergangenen Jahren. Blaufichten will jetzt so gut wie niemand mehr haben“, erzählt der 49-Jährige, dessen Eltern bereits seit Jahrzehnten in Giffhorn bei Hamburg eine Weihnachtsbaum-Plantage betreiben. Hier verdiente sich der Familienvater seine ersten Sporen. „Mein jetziger Beruf lag irgendwie in der Familie. Als meine Familie dann den Hof in Schönwolde zurück bekamen, sind wir 1990 hergekommen“, erzählt der Schönwolder. Vier Jahre später wurden die ersten Bäume verkauft. 6000 bis 7000 Bäume stehen pro Hektar zur Verfügung, gut 3000 gehen jedes Jahr an den Endverbraucher.

Von Bäumen, die nicht geschlagen wurden, wird Tannengrün in je fünf Kilogramm-Bunden geschnitten. Als großes Plus sieht Diers die Möglichkeit der Besucher, sich ihren Baum selbst zu schlagen. „Das kam richtig gut an und deshalb haben wir das seit Jahren so belassen“, erzählt der Geschäftsinhaber, der den Betrieb lediglich mit seiner Frau Diana, den beiden Kindern Caroline und Katharina sowie einigen saisonalen Arbeitskräften betreibt.

Rund 3000 Bäume pflanzt er jährlich. „Meine Frau und ich setzten die per Hand. Das gerade mal an zwei Tagen“, sagt der 49-Jährige. Dabei setzt Frank Diers auf die besondere Pflege der Setzlinge – jedes Jahr. Jeder Baum wird kontrolliert und beschnitten, wenn es sein muss. „Die Vögel setzten sich gerne auf die größten Bäume und damit auf die frischen Triebe. Dann kommen Kappen darauf“, verrät er. Auch einen Unterschied im Kaufverhalten zwischen Giffhorn und Schönwolde erkenne er, so Diers. In Schönwolde wolle man eher kleine Bäume bis 1,80 Meter, in Giffhorn wolle man hauptsächlich Bäume bis 2,20 Meter. „Warum das so ist, weiß ich nicht, aber hier wollen vor allem ältere Leute gerne kleinere Bäume“, sagt er.

Als Projekt für das kommende Jahr hat sich Diers einen eigenen Hofladen überlegt. „Wir wollen ein kleines Café bis zum kommenden Verkauf eröffnen. Platz ist direkt hier am Haus genug“, sagt der Schönwolder.

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