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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

12. Dezember 2017 | 05:43 Uhr

Woitendorf : Nordmanntannen reif für die Ernte

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Revierförsterei Woitendorf und der Forsthof Diers starten am Sonnabend den Verkauf ihrer Weihnachtsbäume

von
erstellt am 06.Dez.2017 | 05:00 Uhr

Startschuss für den Weihnachtsbaum-Verkauf in Nordwestmecklenburg. Zu den Anbietern zählt auch die Revierförsterei Woitendorf, die am Sonnabend, 9. November Nordmantannen bereit hält. Sie wurden 2009 auf einer eigenen Plantage bei Roggendorf gepflanzt und werden morgen geerntet. Der Durchschnittspreis liege bei 27 Euro, sagt Revierleiter Thomas Krüger.

„Das Besondere an den Nordmanntannen von dieser Plantage ist, dass wir sie nicht mit Herbiziden und auch nicht mit Düngemittel behandelt haben. Stattdessen waren Waldarbeiter mit Motorsensen im Einsatz, um die Plantage zu pflegen“, so der 46-Jährige. Er wird am Sonnabend von 9 bis 16 Uhr den Weihnachtsbaumverkauf in Woitendorf organisieren, Glühwein und warme Waffeln bereit halten sowie Tipps für die richtige Lagerung der Weihnachtsbäume geben.

Seit 2003 ist Thomas Krüger Revierleiter von Woitendorf. Und in den zurückliegenden Jahre hat er einiges erlebt in Sachen Weihnachtsbaumverkauf. „Man kann dabei viel über Menschen lernen“, meint Krüger. Da gebe es zum Beispiel die lockeren Typen, die auch mal einen Baum mit zwei Spitzen kaufen und meinen: „Um die müsse sich ja auch jemand kümmern.“ Dann wären da zum Teil Hünen von Männer, die unter Stress stünden, weil sie sich nur mit einem Top-Baum zurück nach Hause wagten. „Bei der Auswahl wirkten sie regelrecht verunsichert und konnten sich nur schwer entscheiden“, sagt Krüger und schmunzelt. Schließlich erlebte Krüger zum Teil auch Paare, die während des Baumkaufs in einen Beziehungskonflikt gerieten, weil Weihnachten schlichtweg alles perfekt sein soll.

Zurück zu den „Nordmännern“. Sie sind nach wie vor besonders beliebt als Weihnachtsbaum bei Nordwestmecklenburgern. „Es gibt aber auch einige Leute, die eine Stechfichte in ihrer Wohnstube haben wollen. Im Volksmund wird sie auch Blaufichte genannt“, sagt Krüger. Wer sie als Weihnachtsbaum erwerben will, sollte am 16. Dezember zur Weihnachtsbaum-Plantage nach Schlagbrügge fahren. Dort wird die Auswahl an Blauchfichten dann größer als in Woitendorf sein, so Woitendorfs Revierförster Thomas Krüger.

Auch private Waldbesitzer und Baumärkte bieten wieder Weihnachtsbäume zum Verkauf an. Manche von ihnen sogar noch am 24. Dezember, wie der Forsthof Diers in Schönwolde. „Wir haben einige Stammkunden, die erst Heiligabend ihren Baum aussuchen und selbst schlagen“, so Frank Diers. In die Saison des Weihnachtsbaum-Verkaufs startet er am Sonnabend, 9. Dezember um 8.30 Uhr. Von da an ist der Forsthof täglich geöffnet. Und damit die Baumsuche harmonisch verläuft, empfiehlt Frank Diers Gelassenheit und vielleicht auch einen Abstecher zur Glühweintheke. Er selbst ist übrigens ganz Diplomat und lässt seine Frau den Weihnachtsbaum für zu Hause aussuchen.

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