Sturmschäden : „Nils“ hielt Feuerwehren in Atem

Im Dauereinsatz war Sonntagnacht auch die Feuerwehr im benachbarten Ratzeburg.
Im Dauereinsatz war Sonntagnacht auch die Feuerwehr im benachbarten Ratzeburg.

Das Sturmtief sorgte in der Nacht zum Montag überwiegend für zahlreiche Schäden

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30. November 2015, 18:20 Uhr

Für mehrere Feuerwehreinsätze sorgte das Sturmtief „Nils“, das in der Nacht vom Sonntag zum gestrigen Montag über den Norden hinwegfegte, auch im Landkreis Nordwestmecklenburg. Personen kamen nicht zu Schaden.

Den größten Schaden verursachte ein durch die starken Winde abgebrochener Ast auf der Bundesstraße B 104. „Ein Transporter konnte vor einem in Höhe Abzweig Löwitz auf der Straße liegenden großen Ast nicht mehr ausweichen, fuhr drüber und wurde dabei so schwer beschädigt, dass eine Weiterfahrt nicht mehr möglich war. Das Fahrzeug musste in der Folge abgeschleppt werden“, sagt Henry Wanzenberg.

Nach Aussage des Rehnaer Amtswehrführers rückten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Rehna zu einem weiteren Einsatz zu der Verbindungsstraße zwischen Holdorf und Meetzen aus. Ein umgekippter Baum blockierte hier die Straße. Darüber hinaus brachen aus gleich mehreren Obstbäumen an der B 104 die Baumkronen heraus, so dass neben der Rehnaer auch die Gadebuscher Feuerwehr hier zum Einsatz kommen musste.

Zu ihrem ersten Einsatz wurden die Feuerwehrleute aus Gadebusch bereits am Sonntagabend um 20.50 Uhr gerufen: Pflaumenbäume an der B 104, mehrere auf die Straße geschleuderte, abgebrochene Äste auf der gleichen Bundesstraße in Höhe des Abzweigs nach Kaeselow. „In einem Waldstück zwischen Reinhardtsdorf und Kaeselow wurden Sonntagnacht gleich mehrere kleine und große Äste auf die Straße geschleudert“, sagt Wehrführer Sebastian Otto. Und zu ihrem letzten Einsatz zwang Sturmtief „Nils“ die Gadebuscher Wehr in den frühen Morgenstunden des gestrigen Montags. Hier musste auf der Straße zwischen Frauenmark und Vietlübbe ein umgekippter Baum von der Straße geräumt werden. Personen seine bei allen Einsätzen glücklichweise nicht zu Schaden gekommen.

Stromausfälle hingegen meldete die Wemag. „Dabei kam es zu mehreren Störungen in den Mittel- und Niederspannungsnetzen, wobei die nördlichen Bereiche etwas stärker betroffen waren“, berichtet Jenny Apitz. Störungsursache seien auch hier umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste gewesen, die Schäden an den Freileitungen verursachten. Durch die Beräumung kam es im Laufe des gestrigen Tages immer wieder zu Unterbrechungen in der Versorgung.

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