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Keine Temporeduzierung : Nienmarker enttäuscht vom Kreis

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Sie hatten vergeblich auf eine Ausweitung einer Tempo-60-Zone im Bereich der Bushaltestelle gehofft

von
erstellt am 29.Sep.2016 | 04:45 Uhr

Enttäuschung bei Einwohnern in Nienmark: Dort wird es nach einem schweren Verkehrsunfall keine weitere Temporeduzierung auf 60 km/h im Bereich einer Bushaltestelle geben. Das teilte der Landkreis Nordwestmecklenburg auf SVZ-Anfrage mit. „Die jetzt im Bereich der Haltestelle angeordnete Geschwindigkeitsbeschränkung auf 80 Stundenkilometer stellt bereits eine Ausnahme dar“, verdeutlicht der 1.Stellvertreter der Landrätin, Mathias Diederich. Zusammen mit der Anbringung eines Gefahrenschildes „Achtung Kinder!“ trage die Geschwindigkeitsbeschränkung nach Einschätzung der Fachbehörden ausreichend zur Verbesserung der Sicherheit im Bereich der Bushaltestelle bei.

Einwohner von Nienmark hatten nach dem schweren Verkehrsunfall im Januar dieses Jahres eine Tempo-60-Zone gefordert, die die Bushaltestelle mit einschließt. Tempo 60 gilt derzeit aber nur im Bereich einer Bergkuppe. Dort überqueren Fußgänger die Straße, um zu einem Einzelhaus zu gelangen.

An der derzeitigen Ausschilderung dürfte sich vorerst wohl auch kaum etwas ändern. So stellt Mathias Diederich klar: „Bei dem Bereich der Bushaltestelle handelt es sich nicht um einen Unfallschwerpunkt oder eine besondere topographische Situation, für die der Landkreis ermächtigt wäre, eine Geschwindigkeitsbeschränkung anzuordnen.“

Für den Nienmarker Dirk Lübbe ist das enttäuschend. Aus seiner Sicht wäre „die Sicherheit für Kinder, aber auch für Senioren sowie Leute, die mit Kinderwagen unterwegs sind, deutlich erhöht worden. Denn alle, die mit dem Bus nach Schwerin wollen, müssen zunächst diese viel befahrene Landesstraße überqueren.“

Bei dem Verkehrsunfall im Januar war eine Berufsschülerein von einem Auto erfasst worden, als sie die Straßenseite wechelte, um zur Haltestelle ihres Schulbusses zu gelangen. Die damals 18-Jährige mussten mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Um Haaresbreite wäre damals auch ein elfjähriger Junge von dem Auto erfasst worden (SVZ berichtete). 

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