Alina Herbing in Carlow : „Niemand ist bei den Kälbern“: Autorin sorgt für Gästeansturm

Alina Herbing stellte ihren Roman im Carlower Dorfgemeinschaftshaus vor.
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Alina Herbing stellte ihren Roman im Carlower Dorfgemeinschaftshaus vor.

Ehemalige Schlagsülsdorferin stellt ihren Roman „Niemand ist bei den Kälbern“ vor

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24. April 2017, 04:45 Uhr

Als Kind lebte Alina Herbing in Schlagsülsdorf. Heute wohnt die Autorin in Berlin und stellte ihren Roman „Niemand ist bei den Kälbern“ im Carlower Dorfgemeinschaftshaus vor. Dabei spielen Namen und Orte aus ihrem kindlichen Leben eine große Rolle. Das rief so viele Besucher auf den Plan, dass kein einziger Stuhl in Carlow frei blieb.

„Auch wenn der Roman in einem Dorf namens Schattin spielt, sind Figuren und Handlung frei erfunden“, erklärt die 32-Jährige. Es ginge in ihrem Buch um eine junge Frau, die auf dem Land aufgewachsen ist und von einem Leben in der Stadt träumt. Dennoch sei ihr Bezug nicht zufällig gewählt. „Ich wollte den Roman dort spielen lassen, wo ich mich auskenne, trotzdem stimmen die Orte im Buch nicht eins zu eins mit den Originalschauplätzen überein“, sagt Alina Herbing, die 2004 ihr Abitur im Gadebuscher Gymnasium machte und ein Jahr später in Greifswald ein Literatur- und Germanistikstudium aufnahm.

Am 10. Februar dieses Jahr kam ihr Debüt-Roman heraus, schon einen Tag zuvor hatte sich der Gadebuscher Jürgen Henkel das Buch bestellt. „Ich kenne die Familie. Nicht zuletzt durch Alinas Mutter, der Roggendorfer Tierheimleiterin Frau Herbing“, erzählte Jürgen Henkel. Der 80-Jährige sei sehr gespannt gewesen auf das Buch. „Es ist ein tolles Buch, ich habe es schnell durchgelesen und freue mich, Alina heute hier zu treffen“, sagte der Gadebuscher. Etwas irritiert war hingegen der Schattiner Thomas Böhm. Er wollte wissen, wer die junge Frau sei, die den Ort Schattin in ihrem Buch verwendet und fühlte sich als Einwohner direkt angesprochen. „Niemand in unserem Dorf konnte sich an Alina erinnern. Deshalb wollte ich mal sehen, wie der Ortsname hier zum Programm wurde“, sagte Böhm. Allerdings fand er viele Passagen im Buch wieder, die tatsächlich auf die Gegend in und um Schattin passten. „Obwohl der Name nur fiktiv ist, stimmt vieles über die Gegend, die im Buch beschrieben steht. Es ist schon komisch“, sagte der Schattiner.

Für Alina Herbing ging der Abend vor mehr als 100 Gästen mit einer Signierstunde zu Ende, bevor es einen Tag später auf der Insel Rügen eine weitere Lesung zu „Niemand ist bei den Kälbern" gab.

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