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Zwischen Gadebusch und Rehna : Niedrige Zinsen bringen Bau-Boom

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Drei neue Wohngebiete entstehen aktuell in Gadebusch und Rehna. Ein Großteil der Baugrundstücke ist bereits vergeben

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2016 | 21:00 Uhr

Am Volkspark ist derzeit die Baufirma TuK (Tief- und Kulturbau GmbH) aus Schwerin dabei, für die Erschließung des neuen Wohngebiets in der Münzstadt die Leitungen für die notwendigen Medien zu verlegen. „Seit achtzig Tagen sind wir hier. Das ist die erste Bauphase. Wenn die abgeschlossen ist, wird hier auf der Straße provisorischer Asphalt aufgebracht“, erklärt Stefan Kulla. Wann das soweit sein wird, weiß der Vorarbeiter aber nicht.

„Ende November wird das Gelände baufertig sein, können die Häuser entstehen“, sagt Gadebuschs Bauamtsleiterin Rommy Elßner. Insgesamt 13 Baugrundstücke, zwischen 700 und 1000 Quadratmeter groß, sind dann erschlossen, auf denen bis auf eine Ausnahme ein- und zweigeschossige Ein- und Zweifamilienhäuser gebaut werden können. „Wir werden aber noch nicht die Straße fertigstellen. Da kommt erst mal nur die Tragschicht drauf. Und auch Bürgersteige werden noch nicht angelegt“, fügt Elßner hinzu. Dies würden sie in Gadebusch generell so machen, weil durch die Errichtung der Gebäude sonst die neuen Anlagen bereits arg in Mitleidenschaft gezogen würden.

Bis auf fünf Parzellen sind die Grundstücke bereits vergeben. Bei einem Preis von 75 Euro pro Quadratmeter auch kein Wunder, findet die Bauamtsleiterin. „So günstig wird man es in Zukunft nicht mehr bekommen“, ist sie sich sicher. Zumal bei der Lage: Zentral gelegen und doch sehr ruhig und im Grünen, da hätten sich vor allem junge Familien für die Grundstücke interessiert, verrät Elßner. Sie sieht die Nachfrage aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsen bei Krediten, sagt aber auch, dass es vorerst keine neuen Erschließungen geben wird. Schließlich müsse das die Stadt ja jedesmal vorfinanzieren.

Gleich zwei Neubaugebiete für Einfamilienhäuser sind in der Klosterstadt am Entstehen. Zum einen am alten Wasserwerk, zum anderen auf dem ehemaligen Firmengelände von Trikota. „Am Wasserwerk sind es 14 Grundstücke zwischen 540 und 1600 Quadratmeter. Sechs davon sind bereits vorreserviert, beziehungsweise notariell beglaubigt“, berichtet der leitende Verwaltungsbeamte Hans-Martin Buschhart. Preise zwischen 59 und 70 Euro pro Quadratmeter je nach Lage seien hier zu zahlen. Ende dieser Woche soll mit dem Aufbringen der Asphaltdecke die Erschließung beendet sein.

Einen Schritt weiter ist man schon am ehemaligen Trikota-Werk. Hier wird bereits an den ersten Häusern gebaut. Auch hier stehen eigentlich 14 Baugrundstücke zur Verfügung, von denen derzeit allerdings nur 12 bebaut werden dürfen. Auch hier sind bereits sechs Parzellen vergeben. „Hier kostet der Quadratmeter allerdings 80 Euro, da wir durch den Abriss der alten Fabrikhalle, in der sich zudem noch Flugasbest befand, höhere Erschließungskosten hatten“, erläutert Buschhart. Auch in Rehna sei man nun zumindest für die nahe Zukunft baulich voll ausgeschöpft, fügt er hinzu..

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