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Boltenhagen : Neujahrsanbaden lockt in die Ostseefluten

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Tausende Touristen und Einheimische verfolgten die 16. Auflage des Spektakels im Ostseebad / Insgesamt 289 Kinder, Männer und Frauen nahmen teil

svz.de von
erstellt am 01.Jan.2014 | 17:26 Uhr

Trotz des kühlen Windes am gestrigen Neujahrstag fanden sich etliche Wasserbegeisterte an der Seebrücke in Boltenhagen ein. „Die Stimmung heute ist einfach traumhaft“, sagte Claudia Hörl, Kurdirektorin. Unter dem Motto „Hawaii, Karibik und Südseefeeling“ wollte das Kurbad Boltenhagen den Sommer schon etwas früher in diesem Jahr herbeiführen. „Dieses Thema macht doch sofort gute Laune“, so Hörl. Bereits im Vorfeld habe es mehr Anmeldungen gegeben, als im vergangenen Jahr. „Allgemein sind in der Silvesterwoche mehr Touristen im Kurbad. Viele von ihnen kommen extra für diese Veranstaltung“, fügt die Kurdirektorin an.

Diesen Eindruck bekam auch der Rehnaer Matthias Maack von Maack-Event. „Es sind Menschen aus ganz Deutschland hier und nehmen an diesem Ereignis teil, die aus dem eigen Bundesland trauen sich scheinbar nicht“, sagte Maack lachend. Seit fünf Jahren organisiere er die Silvesterveranstaltung und das Neujahrsbaden mit und so eine positive Resonanz, wie in diesem Jahr habe er noch nicht erlebt: „Ein mega Spektakel – mehr kann man dazu nicht sagen. Schon bei der Silvesterparty waren Tausende am Strand und haben den Jahreswechsel gemeinsam gefeiert, das war ein unbeschriebliches Gefühl.“ Er selbst wolle sich bei diesen Temperaturen nicht in die Fluten stürzen.

Dafür taten dies 289 Jungen und Mädchen sowie Männer und Frauen – dies ist ein neuer Teilnehmerrekord. „Ich mag Wasser sehr gerne, ob kalt oder warm und deswegen musste ich das unbedingt mitmachen“, sagte die siebenjährige Paula Hasselbrink aus Brützkow. Und dann war es soweit, die gut 5000 Gäste zählten den Countdown für den Start der Kinder runter und die Wasserratten rannten los. Für einige war es doch zu kalt, sie liefen nach dem ersten kurzen Stück gleich wieder zurück, doch Paula Hasselbrink lief das gesamte Stück durch die kalte See und bekam am Ende, wie jeder Teilnehmer eine Urkunde, ein T-Shirt und eine Badeente als Erinnerung. Sie war eine der wenigen mutigen Nordwestmecklenburgern, die sich bei Temperaturen um die fünf Grad Celsius in die vier Grad kalten Fluten der See stürzte.

Ansonsten haben vermehrt Touristen den Weg nach Boltenhagen zum traditionellen Anbaden gefunden. Darunter auch die 38-jährige Olga Keck aus Quickborn. „Durch Zufall habe ich die Veranstaltung im Internet gefunden und nur positive Berichte dazu gelesen. Danach dachte ich mir, das muss ich auch mal machen“, sagte die 38-Jährige bestimmend – und sie wardie erste angemeldete Teilnehmerin. Dann habe sie ihre zwei Freundinnen mit ins sprichwörtliche Boot geholt und die drei laufen als Hula-Tänzerinnen in die Ostsee. „Es ist ein ganz tolles Erlebnis hier“, so Olga Keck. Verbunden haben die Frauen dieses Ereignis mit einem Silvesterurlaub in Ostseebad.

Dank dieser Begeisterung wurde diese 16. Auflage des Neujahrsbadens ein riesiger Erfolg, berichtete Kurdirektorin Claudia Hörl. „Da können sich die Leute auf eine Fortsetzung freuen – nur das Thema wissen wir noch nicht, aber ein Jahr haben wir ja jetzt Zeit“, sagte Hörl lachend.

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