Groß Molzahn : Neues Zuhause für ein Storchenpaar

<strong>Eine Traktorfelge dient</strong> als Grundgerüst für das neue Storchennest des Groß Molzahners Stefan Strauch (l.). Bruder Danny Strauch half bei der Umsetzung der Idee. <foto>Maik Freitag</foto>
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Eine Traktorfelge dient als Grundgerüst für das neue Storchennest des Groß Molzahners Stefan Strauch (l.). Bruder Danny Strauch half bei der Umsetzung der Idee. Maik Freitag

Stefan und Danny Strauch aus Groß Molzahner montierten am Wochenende einen Brutplatz für die langbeinigen Vögel auf der eigenen Scheune. Die Familie hofft darauf, dass im Frühjahr ein Storchenpaar die Scheune bewohnt.

svz.de von
08. Januar 2013, 10:55 Uhr

Gross Molzahn | Geht es nach dem Willen von Stefan und Danny Strauch, wird im Frühjahr ein Storchenpaar die Scheune von Stefan Strauch in Groß Molzahn bewohnen und dort mit Nachwuchs für jede Menge Abwechslung im Leben der vierköpfigen Familie sorgen. Denn die beiden Brüder montierten am Wochenende einen Brutplatz auf der mehr als zehn Meter hohen Scheune, um "Meister Adebar" ein neues Zuhause zu geben. Fast täglich schauen Stefan Strauch, seine Frau und die Kinder jetzt Richtung Scheunenfirst. Immer in der Hoffnung, dass sich was tut.

Bruder Danny Strauch ist ebenso gespannt, ob die Eigenkonstruktion aus einer Traktorfelge und angeschweißtem Haltering bald zu einem Storchennest wird. Vorgesorgt haben die beiden. Kiloweise haben sie schon mal Weiden in das Metallnest geflochten. "Von regionalen Vogelschutzbeauftragten Peter Illmann haben wir erfahren, dass man die Äste vielleicht mit Kalk weiß ansprühen soll. So sieht es für die Storche aus, als ob da schon mal ein anderes Paar gebrütet hat", so der 30-Jährige Stefan Strauch.

Auf die Idee zum Nestbau waren der Hausbesitzer und seine Familie schon vor langer Zeit gekommen . "Auf einem Geburtstag im vergangenen Jahr saßen hier in der Nähe gleich 18 Störche. Und da ich mit so einem Nest schon immer spekuliert hatte, wurde die Idee in die Tat umgesetzt", erklärte der selbstständige Holzverarbeiter. Und so könnte fünf Jahre nach dem Einzug in das ältere Haus und der Geburt der Kinder nun bald wieder Nachwuchs auf dem Hof einkehren. Die Bedingungen dafür sind hervorragend. Wiese, Wald und Feld sind in der Umgebung reichlich vorhanden. Sorgen machen dem Groß Molzahner allerdings die zuletzt an den Zweckverband verkauften Gebiete. "Die Wiesen werden brach gelegt und dann sprießt das Unkraut in die Höhe. Und wo sehr hohe Büsche stehen, geht der Storch nicht hin. Aber wir glauben, es ist trotzdem genug Nahrung vorhanden", ist sich auch Danny Strauch sicher.

Das Storchennest ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit, Tieren ein neues Nest zu geben. Neben Hund, Katze und Hühnern, könnten auch bald Schleiereulen in die Scheune einziehen, denn auch dafür hat Stefan Strauch vorgesorgt. "Eulen waren hier schon immer. Allerdings ohne Nestmöglichkeit. Die haben wir jetzt in Form eines Kastens von innen an die Scheune gehängt. Wenn das auch klappt, wäre das wirklich klasse", so Strauch. "Allerdings haben wir erfahren, dass auch der Waldkauz oder der Falke diese Möglichkeit als Brutplatz annhemen könnte. Aber egal wie es kommt, irgendjemand wird hier sein neues Zuhause finden", ist sich der Groß Molzahner sicher und wartet nun geduldig bis zum Frühjahr, ob sich der eine oder andere Vogel in die neuen Gegebenheiten einfindet.

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