Zwischen Rehna und Mühlen Eichsen : Neues Tourismuskonzept geplant

Mit dem Rad die Region erkunden wird immer beliebter.
Mit dem Rad die Region erkunden wird immer beliebter.

Die Ämter Gadebusch, Rehna und Lützow-Lübstorf wollen gemeinsame Strategien für weitere Freizeit- und Urlaubsangebote entwickeln

svz.de von
05. April 2017, 21:00 Uhr

„Es gibt auch noch etwas anderes, als die Schaalsee-Region“, sagt Mühlen Eichsens Bürgermeister Jürgen Ahrens und meint damit nicht zuletzt das Stepenitztal, in dem seine Gemeinde liegt. Er und die Gemeindevertreter denken in diesem Zusammenhang zum Beispiel an geführte Rad- und Wandertouren. „Zentraler Anlaufpunkt könnte die Pfarrscheune in Cramon sein“, nennt das Gemeindeoberhaupt weitere Überlegungen.

Mit diesen Plänen ist Ahrens nicht allein. Seit einiger Zeit beschäftigt man sich auf Amtsebene mit einem neuen Tourismuskonzept. Ursache ist aber nicht die Abwendung vom Biosphärenreservat Schaalsee, sondern vielmehr der geplante Bau eines Outlet-Centers in Wittenburg. „Es soll untersucht werden, welche Auswirkungen dieses Outlet-Center auf den Tourismus in der Region haben wird“, erläutert Hans-Martin Buschhart, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Rehna. Es habe in seinen Augen Sinn, dass für die drei Ämter Gadebusch, Rehna und Lützow-Lübstorf gemeinsam zu untersuchen. Daraus könnten dann individuelle Tourismusprojekte entstehen. „Das ist dann aber Sache der Gemeinden“, so Buschhart.

Amtskollege Matthias Jankowski sieht dort bereits Potenziale: „Neben dem Stepenitztal ist auch der gesamte Bereich der B 104 für uns interessant. Hier gibt es noch einiges touristisch zu entwickeln“, erklärt Gadebuschs Leitender Verwaltungsbeamter auf SVZ-Anfrage. Das kollidiere auch nicht mit dem bekannten Biosphärenreservat Schaalsee, an dessen Entwicklung und Vermarktung die Ämter Gadebusch, Rehna und Lützow-Lübstorf bereits beteiligt sind. „Das wären dann völlig verschiedene Leader-Gruppen, aus denen das die Gemeinden auf Antrag finanzieren würden“, so Jankowski.

Bevor jedoch an die Umsetzung solcher Ideen gedacht werden kann, müssen sich die drei Ämter einig sein und entsprechende Beschlüsse fassen. Dann muss im ersten Schritt ein Förderantrag über die Strukturrichtlinie des Landes gestellt werden. „Dann gibt es eine Ausschreibung zur Erarbeitung eines Tourismuskonzeptes“, sagt der Chef der Gadebuscher Amtsverwaltung. Insgesamt rechnet der Behördenmitarbeiter damit, dass das mindestens ein halbes Jahr dauern wird.

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