Landesfeuerwehrmuseum Meetzen : Neues Schmuckstück im Museum

Uwe Rosenfeld und Florian Bonatz (v.l.) wollen den Opel Olympia bis zum Sommer 2016 restaurieren.
Uwe Rosenfeld und Florian Bonatz (v.l.) wollen den Opel Olympia bis zum Sommer 2016 restaurieren.

Rettungswagen Opel Olympia wird bis 2016 aufpoliert. Landesfeuerwehrmuseum lädt am Sonnabend zum Tag der offenen Tür

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27. August 2015, 21:00 Uhr

Frisch sandgestrahlt und in einem sandig wirkenden gelben Farbton präsentiert sich das neue Schmuckstück des Landesfeuerwehrmuseums in Meetzen: ein Opel Olympia aus den 1950er-Jahren. „Ein Sanitätswagen bzw. Rettungsfahrzeug“, sagt Museumschef Uwe Rosenfeld.

Zirka 800 bis 1000 Stunden werden die Mitglieder des Museums an dem Oldtimer schrauben und schleifen, bis er neu aufpoliert zum Museumsfest 2016 in Schwerin präsentiert wird. Der 23-jährige Florian Bonatz hat sich diese ehrgeizige Aufgabe auf die Fahnen geschrieben: „Im Alter von vier Jahren war ich das erste Mal im Museum zu Besuch. Technik ist irgendwie immer interessant.“ Dabei zeigt der junge Oldtimerfan auf das Herzstück des Opels, die rundum aufgearbeitete Maschine inklusive Martinshorn unter der Motorhaube.Die elktromagnetischen Wink-Blinker, das Innenleben und natürlich die Scheibe des mittig auf dem Dach sitzenden Blaulichtes werden folgen. „Möglichst in Originalteilen “, so Rosenfeld.

Zumindest einen Tag Pause wird sich das Museumsteam am Sonabend gönnen. „Wir feiern 20-jähriges Bestehen und laden zum Tag der offenen Tür ein“, so der Museumschef. Neben einen Blick in die Werkstatt dürfen die Feuerwehrfahrzeuge , das Spritzenhaus für Kinder, der Strahlrohr-Weltrekord und jede Menge an Filmdokumenten erkundigt bzw. angeschaut werden. „Erstmals zeigen wir den Film ,50 Jahre Feuerwehr Meetzen’. Da werden sich einige wiederentdecken“, meint er.

Die Initialzündung zum Museumsaufbau kam von ihm. Rosenfeld kaufte vor gut zwei Jahrzehnten die ehemaligen LPG-Hallen. Sein Anliegen: „Die DDR-Technik durfte nicht verloren gehen, denn mit der Technik wurde auch der Sozialismus abgelegt“, meint er. Aber technische Schmuckstücke wie der Horch G5 - ein dreiachsiges Löschfahrzeug - galt es zu finden und aufzubauen. „Nur 130 Fahrzeuge wurden davon gebaut“, sagt er. Lediglich 25 gebe es noch von diesem Typ.

Über die Jahre hat sich das Museum bundesweit einen Namen erarbeitet. Keine Woche vergeht, dass nicht Historiker nach wichtigen technischen Details forschen. „Unsere Bibliothek zu Fachthemen misst 150 Meter, alles Literatur über historische Feuerwehrtechnik“, so Rosenfeld. Schriftstücke, die bis ins Jahr 1880 zurückreichen.

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